Sonntag, 26. September 2010

Umziehen, Party, Umziehen.

Seit meinem letzten Blogeintrag hat sich ziemlich viel getan. Wir haben ehrlich gesagt wenig von den Sehenswürdigkeiten in Melbourne mitbekommen, dafür haben wir mittlerweile im Packen eine gewissen Routine.
Angekommen in einem großen, zentral gelegenen Hotel war der Plan möglichst kostengünstig Unterkunft
zu finden. Eine 6-Monate-Reise bezahlt man ja schließlich nicht eben aus dem Stehgreif und um das zu realisieren hatten wir uns kurz vor Beginn der Reise bei couchsurfing.org angemeldet. Das Prinzip ist simpel: Mitglieder können Leute aufnehmen oder bei Bedarf auf Reisen von anderen Mitgliedern aufgenommen werden.

Mit glühendem Enthusiasmus machten wir uns also ans Werk um festzustellen, das Melbournes Sofas komplett ausgebucht sind. Bis auf eine Einladung einer Natasha zum Dinner kam erstmal gar nichts. Um also nicht im Park schlafen zu müssen organisierten wir uns ein anderes, großes Hotel -diesmal am Arsch der Welt- und folgten der Einladung.

Was am Anfang als Wehrmutstropfen daher kam, erwies sich als Glücksgriff. Es folgten diverse weitere Einladungen die Alkohol, BBQ und unzählige nette Leute versprachen. Neben netten Gesprächen ergab sich dadurch allerdings auch unsere nächste Bleibe.
Paul -48, Couchsurfer und mit seiner Mütze verwachsen- nahm uns nicht nur auf, sondern zeigte uns auch fernab vom Touristentrubel einen netten Ort an dem man in mitten von Kängurukacke Golf spielen kann.
Das meine Mutter laut schnarcht störte auch niemanden, da Pauls Hunde lauter sind als die Metro.

Die Sehenswürdigkeiten ignorierend bin ich die meiste Zeit diversen Einladungen gefolgt und hab viele Leute kennengelernt und hab Musik, Kunst und horrende Mengen Rotwein genossen. Zugegebenermaßen schreib ich das hier mit nem ziemlichen Kater.

Wie dem auch sei. Vorgestern sind wir dann in ein Hostel umgezogen. The Elephant Backpaka könnte kaum
zentraler liegen und ist für meine Maßstäbe von Hostels durchaus okay. Interessantes Merkmal sind hier die Raumaufteilungen. Vom Prinzip ist zumindest unsere Etage so aufgebaut, dass in einen großen Raum Wände gestellt wurden, die aber nicht bis an die Decke reichen. Dadurch sind nachts natürlich vor allem die fluchenden Franzosen nebenan ein Genuss.
Naja, denke ich mir und schau rüber zu meiner Mum, in ca. 20 Minuten wird zurückgefeuert.


Den zweiten Teil dieses Eintrags schreibe ich noch einmal zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt. Da ich nicht immer Internet habe und manchmal nur sehr kurz, fallen diesmal zwei Blogeinträge zusammen. Entschuldigt den Zeitsprung, aber diese Zeilen schreibe ich in Sydney.

Nachdem wir die letzten Tage in Melbourne genutzt haben um uns die Great Ocean Road mit dem wohl
enthusiastischsten Busfahrer Australiens anzuschauen, haben wir den Flieger hierher genommen.
Hier möchte ich erwähnen, dass wer die Great Ocean Road wirklich sehen will, oder schlecht zu Fuß ist
sich ein Auto mieten sollte. Wir haben einen Tagesausflug genommen, weil wir wenig Zeit hatten und haben
uns geärgert, dass wir für manche Stationen nur 20 Minuten Zeit hatten. Vor allem als an einer Stelle eine Horde Papageien über eine Touristengruppe hergefallen ist.
Naja, man kann halt nicht alles haben.

Unterm Strich war Melbourne jedenfalls sehr schön. In der Stadt gibt es viel alte Architektur, diverse kleine Kirchen und einen Haufen netter Menschen. Wir haben Kängurus und Koalas gesehen, hatten Live-Musik
und ich war sogar auf eine Geburtstags-Fetisch-Party eingeladen. Was will man mehr?


In Sydney haben wir bis dato eigentlich noch gar nicht so viel erlebt, nur hatten wir bereits wieder einen
Hostelwechsel, da das erste ziemlich heruntergekommen war. Dafür wars recht zentral direkt neben dem
Rotlichtviertel.Wir haben uns jedenfalls Jeffrey geschnappt und sind ab an den Bondi Beach, den wir nun aus unserem Zimmer im 3. Stock genießen können. Noch dazu sind die Zimmer sauber und man kann sein Essen(Wein) mit aufs Dach nehmen.

Erwähnenswert ist dabei noch, dass Sydney sauteuer ist. Wenn man in Melbourne alles wichtige über den Tag verteilt besichtigen möchte, kauft man sich ein Ticket für 6,80 Dollar. In Sydney kostet eine Tageskarte dagegen 20 Dollar!
Dennoch kann Shoppen durchaus spaß machen, vor allem wenn im Schuhladen ein kleines Mädchen durch die Gegend läuft und fröhlich "I'm coming! I'm coming!" kreischt.
Die Mutter war davon nicht ganz so angetan. Hmm.


PS: in diesem Eintrag gibt es keine Bilder, wegen des langsamen Internets bei McDoof -keine Ahnung ob da gerade einer Pornos runterlädt oder wie auch immer. Ich werd  sie aber nachliefern im nächsten Blog, damit ihr auch was zu gucken habt. Dann bekommt ihr die volle Packung, Heike als Tierbändiger, die Harbour Bridge, 8,25 Apostel und natürlich viele nette Menschen.

Mittwoch, 8. September 2010

Endlich angekommen!

Sonntag früh hoch, um 15:25 geht der Flug. Letze Überprüfung des Gepäcks und los.
Am Flughafen werden wir noch schnell von der Familie verabschiedet. Mit Alkohol und
Transparent. Will man da noch verreisen?
Ausgelassen checken wir ein und machen uns auf den Weg zu unserem Terminal.
Nun wird für 26 Stunden in allen Varianten gesessen.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei meinen Trombosestrümpfen bedanken.
Modisch nicht der Hit, aber wenigstens musste ich es nicht meiner Mutter gleichtun und
mir wie ein Junkie auf der Flughafentoilette eine Spritze setzen.
Des weiteren danke an Jeffrey.

Jeffrey - wie ich hier erwähnen sollte- ist ein Plüschkoala. Als Geschenk meiner Schwester
und ihrer Freundin Anna, dürfen wir ihn nun mit uns rumschleppen und vor allem fotgrafieren,
was einigermaßen interessant ist. Positiver Nebeneffekt: Jeffrey ist Klasse um mit Stewardessen
ins Gespräch zu kommen.
Bingo.
Der einzige, der sich nicht für ihn interessierte, war der Steward.
Das alle FLugbegleiter für schwul gehalten werden ist vermutlich der Verdienst dieses Herren,
der sich gut vernehmbar darüber beschwerte, dass er nicht mit "Ma'am" zum Check-In beordert wurde.
Armer Jeffrey.
 
In Melbourne angekommen, nehmen wir -wie uns empfohlen wurde- den Bus, der uns angeblich bis zur
Straße bringt in der unser Hotel steht. Als wir aussteigen ist die Straße tatsächlich direkt um
die Ecke. Die erste Hausnummer die uns begegnet hat die Nummer 573. Wir schauen auf unseren
Info-Zettel. Nummer 131. Na klasse.
Nach gefühlten 2 Meilen sind wir schließlich angekommen, haben das falsche Zimmer bekommen, sind
in ein anders gezogen (das, wie sich herrausstellen sollte, eine kaputte Tür hat) und haben gepennt.
Aber ich will das Hotel nicht schlecht machen. Immerhin hat es einen Pool. Auf dem Dach. Bei
einer Außentemperatur von 13 Grad.

Ansonsten will ich nur noch sagen: Melbourne ist schön, McDonalds ist hier scheiße und Klimaanlagen
sind lauter als schlagzeugspielende Straßenmusiker. 



PS: Sry für die wirre Textverschiebung. Das muss ich nochmal üben.