Etwas spät kommt die Botschaft von uns auch noch einmal in Blogform. Wir hoffen ihr könnt das ganze festliche Essen durch exzessives Geschenkeauspacken wieder von den Hüften vertreiben und wappnet euch schon fleißig fürs neue Jahr.
Wir feiern dieses Jahr zwar nur bedingt, dafür haben wir heute ganz besonderes für euch. Gleich zwei neue Blogs sind online plus das lustige Heike Special!
Genießt, was ihr noch von Weihnachten habt und trinkt einen Wein für uns mit, denn der ist hier unsagbar teuer. Wir wünschen euch derweil besseres Wetter.
Liebe Grüße aus Koh Samui
Heike und John
This blog is meant for my journey around the world, which I start in september. Here I present everything that i experience or what comes to my mind during this time.
Sonntag, 26. Dezember 2010
Wellington - mitten im Nirgendwo
Auf der Fähre machen wir es uns erstmal gemütlich und da sie nicht besonders voll ist tun wir es den anderen gleich und legen uns auch einfach quer auf Bänke, lesen ein wenig und dösen. Gute Entscheidung, denn Wellington ist zu Anfang erst einmal stressig. Es stellt sich heraus, dass es kein einziges Backpacker mit einer guten Bewertung gibt (natürlich nehmen wir als gewissenhafte Reisende den BBH-Guide, in dem alle Backpacker verzeichnet sind, sogar mit ins Bett). Das Hostel, dass wir hier beziehen ist gleichzeitig das mit den miesesten Bewertungen in ganz Wellington. Der Grund dafür ist leicht geklärt, es bietet einen Parkplatz. Das ist das zweite Problem hier, Parkplätze sucht man vergebens. Ein heißer Tipp also für alle die vorhaben nach Wellinton zu pilgern: besorgt euch erst ein Auto, wenn ihr die Stadt verlassen wollt. Wellington ist nämlich überschaubar. Insofern man einigermaßen in der Nähe des Stadtzentrums residiert ist so gut wie alles zu Fuß zu erreichen. Wir mussten nur einmal mit Cable Car und Bus zur thailändischen Botschaft um uns Visa zu besorgen. Wen also ein paar Hügel ( hier erneut das leidvolle Seufzen meiner Mutter einblenden) nicht abschrecken, der ist per pedes glücklicher als mit dem Auto.
Wir steigen also im Maple Lodge ab. Und nach dem Gespräch mit dem freundlichen, rothaarigen Engländer, der hier an der Rezeption bedient ist es noch nicht mal das mieseste Backpacker allerzeiten. Zumindest was unsere Mitbewohner angeht. Er sei mal, so erzählt er uns, zusammen mit einem Freund in einem Backpacker abgestiegen und am Folgetag wäre ein Amerikaner in ihr Zimmer gewechselt. Dieser erklärte den beiden, dass hinter den Plastikvorhängen der Gemeinschaftsduschen Leute geschlachtet werden. Des weiteren meinte er nach einem Blick aus dem Fenster, dass er nach der Polizei Ausschau halte, die einen kontrollieren könne, indem sie einem Pepperonis ins Gehirn sendet.
Ich schau ihn an und bin froh, dass wir bis jetzt nur einer abergläubischen Engländerin begegnet sind, die nahezu panisch die Treppe raufgelaufen ist, damit wir nicht auf eben dieser unsere Wege kreuzen.
Am Abend gucken wir noch Black Dynamite und ich denke unwillkürlich: willkommen im Irrenhaus.
Am nächsten Tag versuchen wir was von der Kultur- und Hauptstadt Neuseelands mitzubekommen. Wir haben uns deswegen entschlossen uns zwei Museen anzuschauen, einmal das Tattoo Museum und dann das Te Papa Tongarewa (Museum of New Zealand). Wir brechen auf und sind froh, dass wir gute Regenjacken gekauft haben. Gut eingepackt latschen wir also einmal quer durchs Zentrum und versuchen das Tattoo Museum ausfindig zu machen. Bei Nachfragen stellt sich allerdings raus, dass es vor einem halben Jahr geschlossen wurde. Enttäuscht geben wir auf und kommen an einem Musikgeschäft vorbei. Und da sehen wir im Schaufenster das Notenheft zum irischen Film Once.
Da wird nicht lange gefackelt. Wir also rein und schon nach kurzem ist meine Mum in ein Gespräch mit dem Verkäufer verwickelt, der ausgesprochen gut Deutsch spricht, während ich zwei Lapsteel Gitarren aus den 20er Jahren ausprobiere. Der kulturelle Nachmittag ist gegessen, aber zumindest sitzen wir im Trockenen und haben nette Gesellschaft.
Somit haben wir unsere kulturellen Verpflichtungen in keinster Weise erfüllt und brechen dennoch gen Waipukurau auf, um nicht mehr im hässlichen Maple Lodge schlafen zu müssen. Und tatsächlich kommen wir nach einer Fahrt durch die Berge in einem komplett anderen Backpacker unter. Es ist eine Farm im Nirgendwo in der außer uns nur ein junger, stiller Ire übernachtet. Lange bleiben ist allerdings auch hier nicht drin, weil es einfach viel zu kalt ist.
Es geht also weiter nach Napier. Wer auf Jugendstil steht, der sollte sich dieses kleine Städtchen auf keinen Fall entgehen lassen. Wir gehen Kaffee trinken und machen einen Abstecher an den Strand.
Leider stellt sich raus, dass wir kein Zimmer mehr bekommen können. Wir schauen also, was wir noch in Angriff nehmen können. Sophie hatte uns noch einen schönen Ort empfohlen, an dem sie mal mit Delfinen geschwommen war. In Mahia an der Ostküste, waren sie aufgetaucht und Sophie ist ihnen entgegengeschwommen. Als wir dort ankommen stellen wir wieder fest, dass wir im Nirgendwo gelandet sind. Es erinnert ein wenig an Dänemark außerhalb der Saison. An sich schön, sehr windig mit vielen Ferienhäusern.
Da wir aber noch den halben Tag vor uns haben wollen wir noch weiter schauen und beschließen bis nach Opotiki zu fahren. Das liegt wiederum an der Nordküste, was bedeutet, dass wir noch mal durch die Berge dürfen. Unterwegs fällt uns auf, dass wir dringen mal Tanken müssen. Kein Problem: Navi angeschaltet und nach der nächsten Tankstelle gesucht - 40km, das sollten wir schaffen. Dumm nur, dass genau diese Tankstelle geschlossen ist. Es gibt zwar einen Automaten, aber mit normalen Kreditkarten kommt man da nicht weiter.
Also was tun? Wir entschließen uns nach einem Ort zum Übernachten umzuschauen. Keine hundert Meter weiter ist auch eine Mischung aus Pub und Hotel. Am Tresen bestellen wir erstmal zwei Ginger Beer (ist natürlich alkoholfrei) und erzählen der Bedienung von unserer Misere. Alles kein Problem, bekommen wir da zu hören. Sie will nur kurz wen anrufen, der eine Karte für den Automaten hat. Wir könnten ihm dann einfach das Geld so geben.
2 Stunden später, es ist mittlerweile 9 Uhr und somit dunkel, kommt ein freundlicher Mann in den Pub, der uns zügig beim tanken hilft und uns mit einem Augenzwinkern verspricht uns holen zu kommen, sollten wir dennoch unterwegs liegenbleiben. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.
Wir steigen also im Maple Lodge ab. Und nach dem Gespräch mit dem freundlichen, rothaarigen Engländer, der hier an der Rezeption bedient ist es noch nicht mal das mieseste Backpacker allerzeiten. Zumindest was unsere Mitbewohner angeht. Er sei mal, so erzählt er uns, zusammen mit einem Freund in einem Backpacker abgestiegen und am Folgetag wäre ein Amerikaner in ihr Zimmer gewechselt. Dieser erklärte den beiden, dass hinter den Plastikvorhängen der Gemeinschaftsduschen Leute geschlachtet werden. Des weiteren meinte er nach einem Blick aus dem Fenster, dass er nach der Polizei Ausschau halte, die einen kontrollieren könne, indem sie einem Pepperonis ins Gehirn sendet.
Ich schau ihn an und bin froh, dass wir bis jetzt nur einer abergläubischen Engländerin begegnet sind, die nahezu panisch die Treppe raufgelaufen ist, damit wir nicht auf eben dieser unsere Wege kreuzen.
Am Abend gucken wir noch Black Dynamite und ich denke unwillkürlich: willkommen im Irrenhaus.
Am nächsten Tag versuchen wir was von der Kultur- und Hauptstadt Neuseelands mitzubekommen. Wir haben uns deswegen entschlossen uns zwei Museen anzuschauen, einmal das Tattoo Museum und dann das Te Papa Tongarewa (Museum of New Zealand). Wir brechen auf und sind froh, dass wir gute Regenjacken gekauft haben. Gut eingepackt latschen wir also einmal quer durchs Zentrum und versuchen das Tattoo Museum ausfindig zu machen. Bei Nachfragen stellt sich allerdings raus, dass es vor einem halben Jahr geschlossen wurde. Enttäuscht geben wir auf und kommen an einem Musikgeschäft vorbei. Und da sehen wir im Schaufenster das Notenheft zum irischen Film Once.
Da wird nicht lange gefackelt. Wir also rein und schon nach kurzem ist meine Mum in ein Gespräch mit dem Verkäufer verwickelt, der ausgesprochen gut Deutsch spricht, während ich zwei Lapsteel Gitarren aus den 20er Jahren ausprobiere. Der kulturelle Nachmittag ist gegessen, aber zumindest sitzen wir im Trockenen und haben nette Gesellschaft.
Somit haben wir unsere kulturellen Verpflichtungen in keinster Weise erfüllt und brechen dennoch gen Waipukurau auf, um nicht mehr im hässlichen Maple Lodge schlafen zu müssen. Und tatsächlich kommen wir nach einer Fahrt durch die Berge in einem komplett anderen Backpacker unter. Es ist eine Farm im Nirgendwo in der außer uns nur ein junger, stiller Ire übernachtet. Lange bleiben ist allerdings auch hier nicht drin, weil es einfach viel zu kalt ist.
Es geht also weiter nach Napier. Wer auf Jugendstil steht, der sollte sich dieses kleine Städtchen auf keinen Fall entgehen lassen. Wir gehen Kaffee trinken und machen einen Abstecher an den Strand.
Leider stellt sich raus, dass wir kein Zimmer mehr bekommen können. Wir schauen also, was wir noch in Angriff nehmen können. Sophie hatte uns noch einen schönen Ort empfohlen, an dem sie mal mit Delfinen geschwommen war. In Mahia an der Ostküste, waren sie aufgetaucht und Sophie ist ihnen entgegengeschwommen. Als wir dort ankommen stellen wir wieder fest, dass wir im Nirgendwo gelandet sind. Es erinnert ein wenig an Dänemark außerhalb der Saison. An sich schön, sehr windig mit vielen Ferienhäusern.
Da wir aber noch den halben Tag vor uns haben wollen wir noch weiter schauen und beschließen bis nach Opotiki zu fahren. Das liegt wiederum an der Nordküste, was bedeutet, dass wir noch mal durch die Berge dürfen. Unterwegs fällt uns auf, dass wir dringen mal Tanken müssen. Kein Problem: Navi angeschaltet und nach der nächsten Tankstelle gesucht - 40km, das sollten wir schaffen. Dumm nur, dass genau diese Tankstelle geschlossen ist. Es gibt zwar einen Automaten, aber mit normalen Kreditkarten kommt man da nicht weiter.
Also was tun? Wir entschließen uns nach einem Ort zum Übernachten umzuschauen. Keine hundert Meter weiter ist auch eine Mischung aus Pub und Hotel. Am Tresen bestellen wir erstmal zwei Ginger Beer (ist natürlich alkoholfrei) und erzählen der Bedienung von unserer Misere. Alles kein Problem, bekommen wir da zu hören. Sie will nur kurz wen anrufen, der eine Karte für den Automaten hat. Wir könnten ihm dann einfach das Geld so geben.
2 Stunden später, es ist mittlerweile 9 Uhr und somit dunkel, kommt ein freundlicher Mann in den Pub, der uns zügig beim tanken hilft und uns mit einem Augenzwinkern verspricht uns holen zu kommen, sollten wir dennoch unterwegs liegenbleiben. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.
Invercargill - Picton
Auf der Fahrt nach Roxburgh, in dem Warwick (Worick ausgesprochen) sich niedergelassen hat, geschieht eigentlich nicht viel, abgesehen davon, dass ein paar Leute Büsche anzünden. Ist mal was Anderes.
Roxburgh selbst macht auch nicht viel her, schließlich besteht es nur aus einer recht langen Straße. Warwicks Haus hat dann allerdings gleich die erste Überraschung für uns parat. Es liegt am Ende einer Auffahrt deren Steigung gefühlte 45° sind. Ich geh also vor und meine Mutter holt erstmal tief Luft. Und obwohl es reibungslos klappt ist meine Mutter gar nicht begeistert. Gut, wer jahrelang mit einer kaputten Handbremse gefahren ist und so seine Erfahrungen gemacht hat, darf das.
Der Hauch schlechter Laune hält sich aber eh nicht lange, denn nun kommt uns Warwick entgegen der vermutlich der Inbegriff des englischen Gentlemans wäre, wenn er nicht einen so sarkastischen Humor hätte. Wir sind sofort begeistert.
Man merkt ihm an, dass er die Rolle des Entertainers gewohnt ist und so erzählt er uns aus seinem Leben, zeigt uns das Haus und stellt uns auch gleich vor. Nicht seiner Lebensgefährtin, die gerade für ein paar Tage nach Dunedin gefahren ist, sondern Buddy, einem übergroßen schwarzen Kater. Man kann sich vorstellen, womit meine Mutter den Großteil des Aufenthalts beschäftigt ist.
Anschließend wird für uns gekocht, während wir, aus der Küche verbannt, den Garten bewundern. Die Aussicht ist wunderschön und man merkt, dass die Beete, die direkt am steilen Abhang angelegt sind, mit viel Aufwand gepflegt werden.
Zum Essen - Kartoffeln, Gemüse und Würste von denen wir keine Ahnung haben was sie beinhalten- gibt es Wein und Jazz von einem Musiker der aussieht wie Ende 30, allerdings 60 ist und jedes Lied mit “ one, two, ah, ah, ah, ah” einzählt.
Bevor wir am nächsten Tag losfahren besprechen wir noch die Route die uns an mehreren Seen vorbeiführt. Einer davon soll “sehr blau” sein. Fanden wir nicht sonderlich spektakulär, bis wir tatsächlich davor standen.
Der Hauch schlechter Laune hält sich aber eh nicht lange, denn nun kommt uns Warwick entgegen der vermutlich der Inbegriff des englischen Gentlemans wäre, wenn er nicht einen so sarkastischen Humor hätte. Wir sind sofort begeistert.
Man merkt ihm an, dass er die Rolle des Entertainers gewohnt ist und so erzählt er uns aus seinem Leben, zeigt uns das Haus und stellt uns auch gleich vor. Nicht seiner Lebensgefährtin, die gerade für ein paar Tage nach Dunedin gefahren ist, sondern Buddy, einem übergroßen schwarzen Kater. Man kann sich vorstellen, womit meine Mutter den Großteil des Aufenthalts beschäftigt ist.
Anschließend wird für uns gekocht, während wir, aus der Küche verbannt, den Garten bewundern. Die Aussicht ist wunderschön und man merkt, dass die Beete, die direkt am steilen Abhang angelegt sind, mit viel Aufwand gepflegt werden.
Zum Essen - Kartoffeln, Gemüse und Würste von denen wir keine Ahnung haben was sie beinhalten- gibt es Wein und Jazz von einem Musiker der aussieht wie Ende 30, allerdings 60 ist und jedes Lied mit “ one, two, ah, ah, ah, ah” einzählt.
Bevor wir am nächsten Tag losfahren besprechen wir noch die Route die uns an mehreren Seen vorbeiführt. Einer davon soll “sehr blau” sein. Fanden wir nicht sonderlich spektakulär, bis wir tatsächlich davor standen.
Wenn das nicht wirklich sehr blau ist.
Nach dieser kurzen Verschnaufpause, kämpfen wir uns bis nach Christchurch durch, wo wir Freude strahlend von William begrüßt werden. Zu unserem Glück hat er wieder Platz für uns, denn nachdem wir seine ersten Couchsurfer waren bekam er am laufenden Band Anfragen und war damit gut beschäftigt während unserer Abwesenheit. Christchurch ist nun mal ein sehr beliebtes Reiseziel, was wir voll und ganz nachvollziehen können. Es ist nicht besonders reich an Sehenswürdigkeiten, aber einfach Kaffee trinken gehen, das Wetter genießen ist vollkommen genug. Und manchmal wird man von netten Kleinigkeiten überrascht.
Eine weitere Überraschung hat William parat. Am nächsten Abend kommt ein Musiker vorbei um mit ihm zu jammen, wozu ich herzlich eingeladen bin. Wie sich dann herausstellt kennen wir uns und zwar von der Open Mic Night vor 1 ½ Wochen. Wir hatten nacheinander gespielt und er hatte nach einer erstaunlich guten Ray Charles-Nummer angefangen Bodo Wartke zu spielen.
Man kann sich vorstellen, dass ich am anderen Ende der Welt mit so was am wenigsten gerechnet hatte. Entsprechend überrascht bin ich in hier wiederzusehen. Genau wie ich hat er auf seiner Reise wenig Möglichkeiten zum Musikmachen mit anderen gehabt. Jaja, die Sucht.
Schweren Herzens trennen wir uns am nächsten Tag ein zweites Mal von Christchurch und versprechen feierlich, dass es nicht das letzte Mal ist, dass wir uns begegnen. Und wenn nicht hier, dann in Deutschland.
Um von der Süd- auf die Nordinsel zu kommen, ist der einfachste Weg der mit der Fähre. Von Picton aus schaffen insgesamt 3 Firmen täglich hunderte Passagiere und Fahrzeuge übers Wasser nach Wellington und umgekehrt. Wir haben uns für Interislander entschieden. Ausschlaggebend für die Reservation waren die vernünftigen Preise…und vielleicht auch die putzige Startanimation auf der Homepage, in der abgesehen von diversen Fahrzeugen auch der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten auf das Schiff fährt.
Wir müssen also in den nächsten Tagen bis nach Picton kommen um unsere Fähre zu bekommen. Auf dem Weg nach Norden durchqueren wir Kaikoura. Hier hatten Katherine und Leah für längere Zeit gearbeitet. Katherine- oder Kadde- ist eine gute Freundin von mir, die mit Leah im Gepäck für Travel und Work nach Neuseeland geflogen ist. Und wo wir beide schon mal in Neuseeland sind, haben wir natürlich den festen Vorsatz mitgenommen uns da zu treffen. Und das in dem weiter nördlich gelegenen Blenheim.
Blenheim ist ähnlich wie Invercargill, was bedeutet dass es, wenn auch nicht hässlich, eher langweilig ist. Und da Kadde auf ihrem Handy nicht erreichbar ist, und somit detailliertere Absprachen zum Treffen ins Wasser fallen, beschließen wir gleich nach Picton durchzufahren. Gute Entscheidung, denn das Hostel, das wir uns hier ausgesucht haben ist nicht nur ruhig und nett gelegen, sondern bietet abends auch noch kostenfreie Eiscreme mit heißem Schokopudding! Als sich Kadde kurze Zeit später meldet ist alles perfekt. Sie und Leah werden uns am nächsten Tag zur Fähre begleiten.
Man kann sich vorstellen, dass ich am anderen Ende der Welt mit so was am wenigsten gerechnet hatte. Entsprechend überrascht bin ich in hier wiederzusehen. Genau wie ich hat er auf seiner Reise wenig Möglichkeiten zum Musikmachen mit anderen gehabt. Jaja, die Sucht.
Schweren Herzens trennen wir uns am nächsten Tag ein zweites Mal von Christchurch und versprechen feierlich, dass es nicht das letzte Mal ist, dass wir uns begegnen. Und wenn nicht hier, dann in Deutschland.
Um von der Süd- auf die Nordinsel zu kommen, ist der einfachste Weg der mit der Fähre. Von Picton aus schaffen insgesamt 3 Firmen täglich hunderte Passagiere und Fahrzeuge übers Wasser nach Wellington und umgekehrt. Wir haben uns für Interislander entschieden. Ausschlaggebend für die Reservation waren die vernünftigen Preise…und vielleicht auch die putzige Startanimation auf der Homepage, in der abgesehen von diversen Fahrzeugen auch der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten auf das Schiff fährt.
Wir müssen also in den nächsten Tagen bis nach Picton kommen um unsere Fähre zu bekommen. Auf dem Weg nach Norden durchqueren wir Kaikoura. Hier hatten Katherine und Leah für längere Zeit gearbeitet. Katherine- oder Kadde- ist eine gute Freundin von mir, die mit Leah im Gepäck für Travel und Work nach Neuseeland geflogen ist. Und wo wir beide schon mal in Neuseeland sind, haben wir natürlich den festen Vorsatz mitgenommen uns da zu treffen. Und das in dem weiter nördlich gelegenen Blenheim.
Blenheim ist ähnlich wie Invercargill, was bedeutet dass es, wenn auch nicht hässlich, eher langweilig ist. Und da Kadde auf ihrem Handy nicht erreichbar ist, und somit detailliertere Absprachen zum Treffen ins Wasser fallen, beschließen wir gleich nach Picton durchzufahren. Gute Entscheidung, denn das Hostel, das wir uns hier ausgesucht haben ist nicht nur ruhig und nett gelegen, sondern bietet abends auch noch kostenfreie Eiscreme mit heißem Schokopudding! Als sich Kadde kurze Zeit später meldet ist alles perfekt. Sie und Leah werden uns am nächsten Tag zur Fähre begleiten.
Wir stehen also zeitig auf, packen unsere Sachen und pünktlich zum Frühstück stehen die beiden Damen auch schon auf dem Parkplatz. Vorgefahren mit einem niedlichen Kleinbus, stilecht mit Matratze ausgestattet. Man wird einander vorgestellt, es wird was gegessen und dann müssen wir auch schon los.
Am Hafen geben wir dann unser Auto ab und versuchen vorab zu klären, ob von Wellington aus ein Weiteres zu bekommen ist. Das zwar nicht, aber wir machen einen anderen Deal. Ein Auto muss zum Verkauf nach Auckland. Für das Auto müssen wir deswegen nichts bezahlen, stattdessen aber das Fährticket übernehmen. Fairer Deal. Wir gehen noch was zusammen trinken, während das Auto fertig gemacht wird und müssen uns anschließend ziemlich beeilen um auf die Fähre zu kommen. Die Lade senkt sich und Mum stöhnt auf. Schon wieder ein steiler Anstieg! Aber schließlich ist auch das erledigt, wir gehen an Deck und freuen uns auf Wellington.
Am Hafen geben wir dann unser Auto ab und versuchen vorab zu klären, ob von Wellington aus ein Weiteres zu bekommen ist. Das zwar nicht, aber wir machen einen anderen Deal. Ein Auto muss zum Verkauf nach Auckland. Für das Auto müssen wir deswegen nichts bezahlen, stattdessen aber das Fährticket übernehmen. Fairer Deal. Wir gehen noch was zusammen trinken, während das Auto fertig gemacht wird und müssen uns anschließend ziemlich beeilen um auf die Fähre zu kommen. Die Lade senkt sich und Mum stöhnt auf. Schon wieder ein steiler Anstieg! Aber schließlich ist auch das erledigt, wir gehen an Deck und freuen uns auf Wellington.
Freitag, 26. November 2010
Wanaka - Invercargill
Wanaka ist ideal um verbrauchte Energiereserven wieder aufzufrischen und so bleiben wir spontan 4
Tage. Warum auch nicht? Super Wetter, schöne Umgebung und als man ein wenig aufgetaut ist, auch mit guter Stimmung im Backpacker. Außer uns und den Japanerinnen wird hier noch eine taiwanesische Reisegruppe beherbergt. Gleich am nächsten Tag werden werden wir auch schon angesprochen. Kay kommt aus dem Süden Taiwans und hat sich der Gruppe für ein paar Tagen angeschlossen, weil sie von einer Freundin eingeladen wurde. Anders als ihre Mitstreiter ist sie extrovertiert, spricht sehr gutes Englisch und obendrein auch noch Japanisch, was dafür sorgt dass wir oft nur debil lächelnd dabei sitzen und gelegentlich nicken.
Später checkt allerdings noch eine Deutsche ein und wir können den Spieß umdrehen. Julia kommt aus der Pfalz, reist dementsprechend mit Plastik-Reiseweinglas und ist Lehrerin. Nicht so gut ausgestattet ist sie allerdings, was Musik angeht. Ihr MP3-Player hat vor einiger Zeit den Geist aufgegeben und sie ist auf Entzug. Nach mehreren flüchtigen Blicken zu meinem Gitarrenkoffer werde ich verdonnert am Abend für Entertainment zu sorgen.
Aber erstmal geht’s wieder Essen besorgen. Auf die Idee ist noch jemand anderes gekommen. Und so treffen wir im Gang bei der Pasta die Italienerin aus Franz Josef. Wo auch sonst?
Daniela ist ihr Name und nach kurzer Konversation ist auch sie am Abend mit von der Partie. Es wird also ein entsprechend lustiger Abend und am Ende sind wir alle gute Freunde. Was natürlich den Abschied am Ende unseres Aufenthalts umso härter macht. Viele Umarmungen und noch schnell Gruppenfotos machen.
Nächster Halt ist Queenstown. Wir fahren zusammen mit Yuriko und Sae oder vielmehr fahren wir den beiden hinterher, falls deren Auto in den Streik tritt. “Wir müssen mal sehen, aber wenn die beiden zu langsam werden müssen wir sie halt überholen, damit wir heute noch ankommen”, wirft meine Mum noch in den Raum. Pustekuchen! Gerade als es in die Berge geht treten die beiden derartig aufs Gas, dass ich schon denke, dass sie uns abhängen.
Wir erreichen Queenstown also in Rekordzeit, verabschieden uns und gehen erstmal einen Kaffee trinken. Wir sind uns allerdings recht schnell einig. Queenstown ist unheimlich schön, es gibt viele putzige Häuser und es ist total von Touristen überrannt. Das bestätigt nur, was wir von ziemlich jedem über Queenstown gehört haben. Nach den begeisterten Schilderungen meiner Cousine Claudia, war aber zumindest ein kurzer Aufenthalt Pflicht. Also machen wir noch ein Foto von Jeffrey zum Beweis, dass wir da waren und machen uns wieder auf den Weg. Wir fahren nicht weiter nach Milford Sound, weil wir leider nicht genug Zeit haben. Bitter, aber können wir leider nicht ändern.
Die nächste größere Stadt in der Nähe ist Invercargill. Lang gezogen und langweilig. Wir fahren also nur durch und versuchen bis Bluff zu kommen, was uns von Sophie empfohlen wurde. Es wird immer gesagt, Neuseeland reiche vom Cape Reinga bis nach Bluff. Auch wenn Bluff nicht ganz der südlichste Punkt von Neuseeland ist.
Ich verlange hiermit, dass alles was einen ahnungslosen Touristen nach Bluff führen könnte restlos ausradiert wird. Dazu gehören Straßenschilder, teile von Karten und Sprichwörter. Bei Sophie mache ich eine Ausnahme, weil ich sie mag. Der Grund für diese Forderung ist einfach: Bluff macht depressiv. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein in Bluff angekommen und wollten gleich wieder weg. Bluff ist nicht groß aber man könnte meinen hier hat sich das Hässliche auf engstem Raum geballt, damit der Rest von Neuseeland derartig schön sein kann.
Der einzige Grund warum man hier landen sollte ist die Fähre die einen nach Stewart Island bringt, eine Insel auf der es noch freilebende Kiwis gibt. Ansonsten rate ich dringend davon ab sich hierher zu verirren.
Wir retten uns also zurück nach Invercargill, aber die Stimmung ist am Boden. Das einzige was wir noch machen ist William zu kontaktieren. Dieser hatte uns nämlich vor unserer Abreise aus Christchurch von seinem Großvater Warwick erzählt, der ziemlich in der Mitte der Insel wohnt und sich immer über Besuch freut. Das bringen wir unter Dach und Fach und haben damit unser nächstes Ziel.
Der nächste Morgen kommt und wir wollen gleich weiter. Nur noch schnell ein Café suchen und weg. Asche auf unser Haupt, aber wir gehen zu McCafé. Alles andere hätte suchen bedeutet und wir sind einfach faul. Das war wiederum die beste Entscheidung dir wir treffen konnten. Denn neben Kaffee und Frühstücksburgern (wer zum Teufel isst so was?) gibt es hier auch einen Gast der anderen Sorte. Mit den Worten “I’m done with it, are you interested?”, reicht mir eine Hand die Zeitung von heute. Ihre Besitzerin ist eine rüstige Dame in den 80ern mit dem Namen Beth. Ich lehne zwar ab, aber schon nach kurzem Unterhalten wir uns über Gott und die Welt. Als meine Mutter vom bezahlen wiederkommt, fangen wir gerade mit dem 2. Weltkrieg an. Wie das halt so ist, wenn man als Deutscher im Ausland unterwegs ist. Sie ist auch nicht Polin, sondern Schottin und da nicht mal besonders stolz drauf. Was sollen wir dann erst sagen?
Unterm Strich kommt Invercargill dann doch besser weg als am Anfang befürchtet. Christchurch hat wundervolle Architektur, Wanaka ist gut um sich zu entspannen und “Invercargill is good to speak with old scottish Ladies” wie meine Mum später Warwick anvertrauen wird.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Tage. Warum auch nicht? Super Wetter, schöne Umgebung und als man ein wenig aufgetaut ist, auch mit guter Stimmung im Backpacker. Außer uns und den Japanerinnen wird hier noch eine taiwanesische Reisegruppe beherbergt. Gleich am nächsten Tag werden werden wir auch schon angesprochen. Kay kommt aus dem Süden Taiwans und hat sich der Gruppe für ein paar Tagen angeschlossen, weil sie von einer Freundin eingeladen wurde. Anders als ihre Mitstreiter ist sie extrovertiert, spricht sehr gutes Englisch und obendrein auch noch Japanisch, was dafür sorgt dass wir oft nur debil lächelnd dabei sitzen und gelegentlich nicken.
Später checkt allerdings noch eine Deutsche ein und wir können den Spieß umdrehen. Julia kommt aus der Pfalz, reist dementsprechend mit Plastik-Reiseweinglas und ist Lehrerin. Nicht so gut ausgestattet ist sie allerdings, was Musik angeht. Ihr MP3-Player hat vor einiger Zeit den Geist aufgegeben und sie ist auf Entzug. Nach mehreren flüchtigen Blicken zu meinem Gitarrenkoffer werde ich verdonnert am Abend für Entertainment zu sorgen.
Daniela ist ihr Name und nach kurzer Konversation ist auch sie am Abend mit von der Partie. Es wird also ein entsprechend lustiger Abend und am Ende sind wir alle gute Freunde. Was natürlich den Abschied am Ende unseres Aufenthalts umso härter macht. Viele Umarmungen und noch schnell Gruppenfotos machen.
Nächster Halt ist Queenstown. Wir fahren zusammen mit Yuriko und Sae oder vielmehr fahren wir den beiden hinterher, falls deren Auto in den Streik tritt. “Wir müssen mal sehen, aber wenn die beiden zu langsam werden müssen wir sie halt überholen, damit wir heute noch ankommen”, wirft meine Mum noch in den Raum. Pustekuchen! Gerade als es in die Berge geht treten die beiden derartig aufs Gas, dass ich schon denke, dass sie uns abhängen.
Wir erreichen Queenstown also in Rekordzeit, verabschieden uns und gehen erstmal einen Kaffee trinken. Wir sind uns allerdings recht schnell einig. Queenstown ist unheimlich schön, es gibt viele putzige Häuser und es ist total von Touristen überrannt. Das bestätigt nur, was wir von ziemlich jedem über Queenstown gehört haben. Nach den begeisterten Schilderungen meiner Cousine Claudia, war aber zumindest ein kurzer Aufenthalt Pflicht. Also machen wir noch ein Foto von Jeffrey zum Beweis, dass wir da waren und machen uns wieder auf den Weg. Wir fahren nicht weiter nach Milford Sound, weil wir leider nicht genug Zeit haben. Bitter, aber können wir leider nicht ändern.
Die nächste größere Stadt in der Nähe ist Invercargill. Lang gezogen und langweilig. Wir fahren also nur durch und versuchen bis Bluff zu kommen, was uns von Sophie empfohlen wurde. Es wird immer gesagt, Neuseeland reiche vom Cape Reinga bis nach Bluff. Auch wenn Bluff nicht ganz der südlichste Punkt von Neuseeland ist.
Ich verlange hiermit, dass alles was einen ahnungslosen Touristen nach Bluff führen könnte restlos ausradiert wird. Dazu gehören Straßenschilder, teile von Karten und Sprichwörter. Bei Sophie mache ich eine Ausnahme, weil ich sie mag. Der Grund für diese Forderung ist einfach: Bluff macht depressiv. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein in Bluff angekommen und wollten gleich wieder weg. Bluff ist nicht groß aber man könnte meinen hier hat sich das Hässliche auf engstem Raum geballt, damit der Rest von Neuseeland derartig schön sein kann.
Der einzige Grund warum man hier landen sollte ist die Fähre die einen nach Stewart Island bringt, eine Insel auf der es noch freilebende Kiwis gibt. Ansonsten rate ich dringend davon ab sich hierher zu verirren.
Wir retten uns also zurück nach Invercargill, aber die Stimmung ist am Boden. Das einzige was wir noch machen ist William zu kontaktieren. Dieser hatte uns nämlich vor unserer Abreise aus Christchurch von seinem Großvater Warwick erzählt, der ziemlich in der Mitte der Insel wohnt und sich immer über Besuch freut. Das bringen wir unter Dach und Fach und haben damit unser nächstes Ziel.
Der nächste Morgen kommt und wir wollen gleich weiter. Nur noch schnell ein Café suchen und weg. Asche auf unser Haupt, aber wir gehen zu McCafé. Alles andere hätte suchen bedeutet und wir sind einfach faul. Das war wiederum die beste Entscheidung dir wir treffen konnten. Denn neben Kaffee und Frühstücksburgern (wer zum Teufel isst so was?) gibt es hier auch einen Gast der anderen Sorte. Mit den Worten “I’m done with it, are you interested?”, reicht mir eine Hand die Zeitung von heute. Ihre Besitzerin ist eine rüstige Dame in den 80ern mit dem Namen Beth. Ich lehne zwar ab, aber schon nach kurzem Unterhalten wir uns über Gott und die Welt. Als meine Mutter vom bezahlen wiederkommt, fangen wir gerade mit dem 2. Weltkrieg an. Wie das halt so ist, wenn man als Deutscher im Ausland unterwegs ist. Sie ist auch nicht Polin, sondern Schottin und da nicht mal besonders stolz drauf. Was sollen wir dann erst sagen?
Unterm Strich kommt Invercargill dann doch besser weg als am Anfang befürchtet. Christchurch hat wundervolle Architektur, Wanaka ist gut um sich zu entspannen und “Invercargill is good to speak with old scottish Ladies” wie meine Mum später Warwick anvertrauen wird.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Mittwoch, 24. November 2010
Franz Josef - Wanaka
Franz Josef ist ein kleiner Ort, noch nahe der Küste und nah an den Bergen. Und was noch viel interessanter ist, direkt neben einem von den zwei großen Gletschern in Neuseeland. Wer auf Wandern oder sogar Klettern steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Es gibt Ganztags- Halbtags- und sogar Helikoptertouren.
Wir bleiben aber eh nur eine Nacht, wieder in einem Backpacker mit kleinen, aber warmen Zimmern. Die Nachbarn sind auch nett, soweit ich weiß auch keine Franzosen darunter, nur eine Italienerin mit einem lustigen Akzent.
Am nächsten Tag werden wir in der Küche von zwei eifrigen Japanerinnen angesprochen. Yuriko und Sae kommen aus Sapphoro und haben die gleiche Route vor uns wie wir. Ihr nächstes Ziel ist dabei Wanaka, wovon wir noch gar nicht gehört haben. Da es aber auf dem Weg nach Queenstown liegt, welches unser nächstes Ziel sein sollte, beschließen wir einen Blick drauf zu werfen. Ab ins Auto und über weite Täler, an Bergen und am Meer vorbei.
Es kommen Panoramen, die einfach fotografiert werden müssen und so fahren wir links ran. Direkt neben einem großen Feld und damit direkt neben einer großen Rinderherde.
Es wird häufig gesagt, dass die Südinsel Neuseelands die schönere der beiden ist und wenn man diesen Abschnitt der Strecke bei gutem Wetter erwischt, weiß man wieso. Tatsächlich waren wir allerdings überall in Neuseeland am staunen, wie facettenreich dieses kleine Land doch ist. Es braucht nicht einmal 10 Kilometer und es bietet einem einen komplett anderen Anblick.
Nicht minder begeistert sind wir dann auch von Wanaka. Gelegen an einem stattlichen See hat dieses kleine Städtchen eine entspannte Atmosphäre. An Weiterfahren ist nicht mehr zu denken.
Also heißt es ein Hostel finden, was uns diesmal unser geliebtes Navi abnimmt. Und das macht es sogar gut. Wir landen im Mountain View Backpacker. Überschaubar, sauber und nette Leute.
Wir sind gerade dabei unsere Sachen auszupacken und uns einzugewöhnen, als ich zwei bekannte Stimmen höre. Ich gehe zur Rezeption um nachzuschauen und tatsächlich. Yuriko und Sae sind gerade dabei einzuchecken. Ein weiterer Blick nach draußen erklärt dann auch, wieso wir früher angekommen sind als sie. Die beiden hatten einen Autounfall.
In einer schlecht einzusehenden Kurve ist ihr Vordermann anscheinend überraschend stark auf die Bremse getreten und die beiden gleich hintendrauf. Das Auto hat es sichtlich mitgenommen aber zumindest den beiden geht es gut.Während sie die Versicherung kontaktieren gehen wir einkaufen und die Umgebung erkunden, ein kleiner Abstecher zum Tourismus-Information direkt am See. Hier kann wirklich wenig die Stimmung trüben.
Also heißt es ein Hostel finden, was uns diesmal unser geliebtes Navi abnimmt. Und das macht es sogar gut. Wir landen im Mountain View Backpacker. Überschaubar, sauber und nette Leute.
Wir sind gerade dabei unsere Sachen auszupacken und uns einzugewöhnen, als ich zwei bekannte Stimmen höre. Ich gehe zur Rezeption um nachzuschauen und tatsächlich. Yuriko und Sae sind gerade dabei einzuchecken. Ein weiterer Blick nach draußen erklärt dann auch, wieso wir früher angekommen sind als sie. Die beiden hatten einen Autounfall.
In einer schlecht einzusehenden Kurve ist ihr Vordermann anscheinend überraschend stark auf die Bremse getreten und die beiden gleich hintendrauf. Das Auto hat es sichtlich mitgenommen aber zumindest den beiden geht es gut.Während sie die Versicherung kontaktieren gehen wir einkaufen und die Umgebung erkunden, ein kleiner Abstecher zum Tourismus-Information direkt am See. Hier kann wirklich wenig die Stimmung trüben.
Freitag, 12. November 2010
Die Westküste entlang
Nach den Pupu Springs packen wir unsere Sachen zusammen, verabschieden uns von Sophie und ihrer Familie und steigen wieder ins Auto. Diesmal geht es nach Süden erneut über Berge und dann weiter nach Westen an die Küste, wo wir in einem kleinen Örtchen namens Westport übernachten. Zu sehen gibt es hier nichts, allerdings macht uns ein kleines Schild auf eine Seal Colony aufmerksam nur wenige Kilometer nach Süden. Wunderbar denken wir, da haben wir schon zwei Sehenswürdigkeiten direkt auf unserem Weg. Einmal die Seal Colony und des weiteren die Pancake Rocks.
Hinter diesem appetitlichen Namen wiederum verbirgt sich eine berühmte Felsformation die tatsächlich wie aufeinandergeschichtete Pfannkuchen aussehen soll. Wenn das nichts ist!
Wir also nichts wie los die enge Straße entlang auf der wir fast noch einen Weka mitnehmen, die hier zuhauf auf der Straße rumtoben. Der Weka ist eine der vielen Vogelarten, die anstatt von Säugetieren Neuseelands Erdboden bevölkern.
Vorwegnehmen kann ich ja auch schon mal, dass wir keine Kiwis in natura gesehen haben. Viel interessanter wäre für uns allerdings auch der Kakapo gewesen, der einzige Flugunfähige Papagei und vermutlich dümmste Vogel der Welt.
Der Kakapo lebt mittlerweile nur noch auf zwei kleinen Inseln auf die er umgesiedelt wurde, da er auf dem Festland nicht überleben konnte. Grund dafür waren von Menschen mitgebrachte Tiere, die für ihn vermutlich überraschend aggressiv waren. Die normale Reaktion eines Kakapos auf Bedrohung ist, dass er ruhig stehen bleibt - als Schutz gegen fliegen Angreifer, die ihn dadurch schlechter wahrnehmen. Bodenraubtiere hingegen bringt das vermutlich nicht mal zum stutzen.
Eine andere Charaktereigenschaft, die ihm wohl weniger von Nutzen war, ist seine große Neugier. Begegnet man einem Kakapo wird er also entweder ruhig stehen bleiben oder eifrig auf einen zugewatschelt kommen in freudiger Erwartung, dass man sein neuer bester Freund ist.
Falls das noch nicht reichen sollte, gibt es noch sein einzigartiges Balzverhalten. Während der Paarungszeit schafft sich der männliche Kakapo seine eigene Balzarena. Er sucht sich einen Fleck und gräbt eine Kuhle, in die er sich setzt. Und so tiefergelegt fängt er an zu Brummen.
Diese Brummen ist so tief, dass manche Menschen es nicht einmal hören können. Es befindet sich im Infraschall-Bereich, was zwei folgen hat. Die erste ist, dass Kakapoweibchen den Ruf sogar noch kilometerweit entfernt hören können. Die zweite ist, dass sie aufgrund der Tiefe nicht wissen, woher er kommt.
Nachtaktiv ist er übrigens auch noch. Also sitzt er in seiner Kuhle, gut zu hören, schlecht zu sehen und brummt. Diese ganze Geschichte kann dann gut und gerne bis zu vier Monate dauern in deren Verlauf ein Männchen auch mal bis zur Hälfte des Körpergewichts verliert.
Ein Wunder der Evolution.
Aber zurück zu unserer Reise. Bei der Seal Colony steigen wir aus gehen zwei Schritte und sind am Meer. Es ist stürmisch, der Himmel ist grau, aber wir sind am Meer. Das Hochgefühl hält allerdings nur wenige Sekunden, dann ist der Regen wieder da. Ohne einen einzigen Blick auf eine Robbe werfen zu können verziehen wir uns schnell wieder ins Auto und beschließen das nur Weiterfahren Sinn macht. Es kommen ja noch die Pancake Rocks.
Und tatsächlich, wir fahren auf den Parkplatz und auch das letzte bisschen Nieseln verzieht sich. Wir steigen aus, überqueren die Straße und befinden uns vor einem Rundweg.
Wir gehen links rum und sehen den ersten Aussichtspunkt am Ende der Kurve. Wir halten darauf zu und ich bemerke die ersten Tropfen, ich nehme die Kamera erreiche den Aussichtspunkt und muss die Kamera sofort unter meine Jacke in Sicherheit bringen, da der Himmel sich genau in diesem Moment dazu entschließt sämtliche Schleusen zu öffnen.
Zurück im Auto haben wir die Schnauze voll. Wir fahren weiter und bei dem ganzen Regen wird die Laune nicht besser. Wir sind uns einig, dass die Landschaft in der Sonne bestimmt umwerfend wäre, müssen uns aber mit grau in grau zufrieden geben.
Wir kommen nach Greymouth dem bis jetzt größten Ort nach Christchurch und entschließen uns einen Transmitter zu kaufen (ein kleines Gerät mit dem man Lieder seines MP3-Players übers Radio hören kann), damit wir wenigstens gute Musik haben. Denn Radiosender sind in Neuseeland nur in großen Städten zu bekommen. Im Hinterkopf noch die Bemerkung von Sophie und William, dass Greymouth die Redneck-Stadt schlechthin ist meiden wir die Saloons und sind froh, dass der Kauf ohne Schießereien von statten geht.
Im Gegenteil, wir werden sogar nett beraten. Wenn hier das hier die unfreundlichen Rednecks sind, sollte sich kein Neuseeländer nach Deutschland in den Dienstleistungssektor verirren.
Tatsächlich ist Greymouth der Wendepunkt. Im Radio gibt’s jetzt Fink statt Rauschen und die Sonne kommt raus. Manchmal braucht es nur wenig und schon ist man glücklich. Und so fahren wir mit diesem Gefühl weiter genießen die Landschaft bis wir schließlich in Franz Josef ankommen.
Hinter diesem appetitlichen Namen wiederum verbirgt sich eine berühmte Felsformation die tatsächlich wie aufeinandergeschichtete Pfannkuchen aussehen soll. Wenn das nichts ist!
Wir also nichts wie los die enge Straße entlang auf der wir fast noch einen Weka mitnehmen, die hier zuhauf auf der Straße rumtoben. Der Weka ist eine der vielen Vogelarten, die anstatt von Säugetieren Neuseelands Erdboden bevölkern.
| Ein Weka kurz vor der Seal Colony |
Der Kakapo lebt mittlerweile nur noch auf zwei kleinen Inseln auf die er umgesiedelt wurde, da er auf dem Festland nicht überleben konnte. Grund dafür waren von Menschen mitgebrachte Tiere, die für ihn vermutlich überraschend aggressiv waren. Die normale Reaktion eines Kakapos auf Bedrohung ist, dass er ruhig stehen bleibt - als Schutz gegen fliegen Angreifer, die ihn dadurch schlechter wahrnehmen. Bodenraubtiere hingegen bringt das vermutlich nicht mal zum stutzen.
Eine andere Charaktereigenschaft, die ihm wohl weniger von Nutzen war, ist seine große Neugier. Begegnet man einem Kakapo wird er also entweder ruhig stehen bleiben oder eifrig auf einen zugewatschelt kommen in freudiger Erwartung, dass man sein neuer bester Freund ist.
Falls das noch nicht reichen sollte, gibt es noch sein einzigartiges Balzverhalten. Während der Paarungszeit schafft sich der männliche Kakapo seine eigene Balzarena. Er sucht sich einen Fleck und gräbt eine Kuhle, in die er sich setzt. Und so tiefergelegt fängt er an zu Brummen.
Diese Brummen ist so tief, dass manche Menschen es nicht einmal hören können. Es befindet sich im Infraschall-Bereich, was zwei folgen hat. Die erste ist, dass Kakapoweibchen den Ruf sogar noch kilometerweit entfernt hören können. Die zweite ist, dass sie aufgrund der Tiefe nicht wissen, woher er kommt.
Nachtaktiv ist er übrigens auch noch. Also sitzt er in seiner Kuhle, gut zu hören, schlecht zu sehen und brummt. Diese ganze Geschichte kann dann gut und gerne bis zu vier Monate dauern in deren Verlauf ein Männchen auch mal bis zur Hälfte des Körpergewichts verliert.
Ein Wunder der Evolution.
Aber zurück zu unserer Reise. Bei der Seal Colony steigen wir aus gehen zwei Schritte und sind am Meer. Es ist stürmisch, der Himmel ist grau, aber wir sind am Meer. Das Hochgefühl hält allerdings nur wenige Sekunden, dann ist der Regen wieder da. Ohne einen einzigen Blick auf eine Robbe werfen zu können verziehen wir uns schnell wieder ins Auto und beschließen das nur Weiterfahren Sinn macht. Es kommen ja noch die Pancake Rocks.
Und tatsächlich, wir fahren auf den Parkplatz und auch das letzte bisschen Nieseln verzieht sich. Wir steigen aus, überqueren die Straße und befinden uns vor einem Rundweg.
Wir gehen links rum und sehen den ersten Aussichtspunkt am Ende der Kurve. Wir halten darauf zu und ich bemerke die ersten Tropfen, ich nehme die Kamera erreiche den Aussichtspunkt und muss die Kamera sofort unter meine Jacke in Sicherheit bringen, da der Himmel sich genau in diesem Moment dazu entschließt sämtliche Schleusen zu öffnen.
Zurück im Auto haben wir die Schnauze voll. Wir fahren weiter und bei dem ganzen Regen wird die Laune nicht besser. Wir sind uns einig, dass die Landschaft in der Sonne bestimmt umwerfend wäre, müssen uns aber mit grau in grau zufrieden geben.
Wir kommen nach Greymouth dem bis jetzt größten Ort nach Christchurch und entschließen uns einen Transmitter zu kaufen (ein kleines Gerät mit dem man Lieder seines MP3-Players übers Radio hören kann), damit wir wenigstens gute Musik haben. Denn Radiosender sind in Neuseeland nur in großen Städten zu bekommen. Im Hinterkopf noch die Bemerkung von Sophie und William, dass Greymouth die Redneck-Stadt schlechthin ist meiden wir die Saloons und sind froh, dass der Kauf ohne Schießereien von statten geht.
Im Gegenteil, wir werden sogar nett beraten. Wenn hier das hier die unfreundlichen Rednecks sind, sollte sich kein Neuseeländer nach Deutschland in den Dienstleistungssektor verirren.
Tatsächlich ist Greymouth der Wendepunkt. Im Radio gibt’s jetzt Fink statt Rauschen und die Sonne kommt raus. Manchmal braucht es nur wenig und schon ist man glücklich. Und so fahren wir mit diesem Gefühl weiter genießen die Landschaft bis wir schließlich in Franz Josef ankommen.
Samstag, 6. November 2010
Neuseeland
Von Brisbane aus machen wir uns auf nach Neuseeland. Wir fliegen mit New Zealand Air und kommen spät abends in Christchurch an, wo wir von Sophie und William abgeholt werden. Letzterer ist ein guter Freund von Sophie, in dessen durchgeknallter WG (inklusive WoW-Abhängigem) wir die ersten Nächte verbringen können. Er selbst ist Ingenieur, Graphikdesigner (das Studium dazu hat er allerdings abgebrochen), Climber und Musiker. Und ein Auto hat er auch, was uns mehr als gelegen kommt.
Nicht schlecht jedenfalls ,wenn man einen Chauffeur hat, der einem dann auch noch gleich die Erdbebenschäden in der Stadt zeigt. Als am Tag vor unserer Reise die Nachricht kam, dass es in Christchurch ein Erdbeben gegeben hatte, waren wir in erster Linie froh, dass wir uns entschlossen hatten zuerst nach Australien zu fliegen. Zu dem Zeitpunkt bei dem wir schließlich durch Christchurch fahren gibt es tatsächlich nur noch ein paar Ruinen, wie diese hier.
Der Rest wurde bereits weggeschafft oder ist hinter Absperrungen verborgen. Echt eine Schande, dass es gerade Christchurch mit dem Erdbeben getroffen hat, da es hier viele alte Bauten gibt, von denen manche abgerissen werden müssen weil sie instabil geworden sind. Und trotz so mancher Baustelle ist Christchurch wirklich schön. Überschaubar, nette Architektur und vor allem sehr grün.
Als William und Sophie uns nach der ersten Nacht die Stadt zeigen sind wir gleich gut gelaunt. Da kann uns auch das deutlich frischere Wetter mal gern haben (oder das Mini-Nachbeben was es am Morgen gab, wobei ich im Halbschlaf nur gedacht hatte, das wer aus dem Bett gefallen sei). Wir gehen Kaffee trinken und planen unsere Reise, wobei schon auffällt, dass 2 Wochen pro Insel doch recht knapp bemessen ist.
Erstes festes Ziel ist Takaka, welches im Norden an der Golden Bay liegt. Sophie hat dort Verwandte und fliegt noch am gleichen Tag dorthin um sie zu besuchen. Wir bleiben noch ein paar Tage in Christchurch und bekommen dank William auch einiges zu sehen. Eine Open-Mic-Night, ein Ausflug ins Umland und dann noch in die Art-Gallery für eine Ausstellung von Ron Mueck.
Für alle die mit dem Namen nichts anfangen können hab ich ein paar Bilder parat.
Sollte jemand die Möglichkeit haben in eine Austellung von ihm zu gehen sollte er sie unbedingt nutzen. Die Fotos zeigen bei weitem nicht den Realismus der Skulpturen.
Von Christchurch aus machen wir uns auf gen Nordwesten. Gut ausgerüstet mit Mietwagen und Navi stellen wir uns mal wieder dem Linksverkehr. Da Takaka recht weit ist, zumindest für langsame Kollegen wie wir welche sind, haben wir eine Adresse mitbekommen.
Maruia Springs liegt mitten in den Bergen und ist ein japanisches Badehaus mit heißen Quellen.
Weitab vom Touristentrubel kann man sich in 40 bis 42 Grad heißem Wasser treiben lassen und plötzlich steht die Welt still.
Ein Besuch lohnt sich alleine schon wegen des Frühstücks. Experimentierfreudig wie wir sind, haben wir uns natürlich für die japanische Variante entschieden. Tee und Okonomiyaki. Auf der Karte als “japanische Pfannkuchen” gelistet unterscheidet es sich allerdings in drei Punkten von herkömmlichen Pancakes. 1. die Soße erinnert mehr an BBQ, 2. als Topping gibt es Fisch und 3. dieser bewegt sich. Und das ist keinesfalls übertrieben.
Der gefrorene Lachs wird hauchdünn geschnitten und oben auf den Okonomiyaki drapiert. Das Ergebnis ist ein braunes Wirrwarr das zu atmen scheint. Es entfaltet sich nicht einfach nur, sondern bewegt sich tatsächlich erst in die eine Richtung und dann in die andere. Erstaunter hab ich noch kein Frühstück betrachtet.
Jedenfalls geht’s sauberer als je zuvor weiter und am Nachmittag erreichen wir guter Dinge Takaka, dass sich als putzige kleine Hippiekommune entpuppt. Hier treffen wir Sophie wieder, die uns mit auf die Farm ihrer Mutter nimmt. Eine sehr angenehme Frau von etwa Mums Größe, deren Dialekt wir kaum verstehen, die wir aber wegen ihrer witzigen Lache sofort ins Herz schließen.
Ungefähr zu diesem Zeitpunkt setzt der Regen ein, der uns für die nächste Zeit fast ununterbrochen begleitet. Auch als wir am nächsten Tag zu den Waikoropupu Springs aufbrechen - einer riesigen Wasserquelle, die für ihr klares Wasser berühmt ist - tut uns das Wetter keinen gefallen. Die wenigen Aufnahmen die ich in den Regenpausen gemacht habe zeigen nur einen Bruchteil dieses heiligen Ortes.
Nicht schlecht jedenfalls ,wenn man einen Chauffeur hat, der einem dann auch noch gleich die Erdbebenschäden in der Stadt zeigt. Als am Tag vor unserer Reise die Nachricht kam, dass es in Christchurch ein Erdbeben gegeben hatte, waren wir in erster Linie froh, dass wir uns entschlossen hatten zuerst nach Australien zu fliegen. Zu dem Zeitpunkt bei dem wir schließlich durch Christchurch fahren gibt es tatsächlich nur noch ein paar Ruinen, wie diese hier.
Der Rest wurde bereits weggeschafft oder ist hinter Absperrungen verborgen. Echt eine Schande, dass es gerade Christchurch mit dem Erdbeben getroffen hat, da es hier viele alte Bauten gibt, von denen manche abgerissen werden müssen weil sie instabil geworden sind. Und trotz so mancher Baustelle ist Christchurch wirklich schön. Überschaubar, nette Architektur und vor allem sehr grün.
Als William und Sophie uns nach der ersten Nacht die Stadt zeigen sind wir gleich gut gelaunt. Da kann uns auch das deutlich frischere Wetter mal gern haben (oder das Mini-Nachbeben was es am Morgen gab, wobei ich im Halbschlaf nur gedacht hatte, das wer aus dem Bett gefallen sei). Wir gehen Kaffee trinken und planen unsere Reise, wobei schon auffällt, dass 2 Wochen pro Insel doch recht knapp bemessen ist.
Erstes festes Ziel ist Takaka, welches im Norden an der Golden Bay liegt. Sophie hat dort Verwandte und fliegt noch am gleichen Tag dorthin um sie zu besuchen. Wir bleiben noch ein paar Tage in Christchurch und bekommen dank William auch einiges zu sehen. Eine Open-Mic-Night, ein Ausflug ins Umland und dann noch in die Art-Gallery für eine Ausstellung von Ron Mueck.
Für alle die mit dem Namen nichts anfangen können hab ich ein paar Bilder parat.
Sollte jemand die Möglichkeit haben in eine Austellung von ihm zu gehen sollte er sie unbedingt nutzen. Die Fotos zeigen bei weitem nicht den Realismus der Skulpturen.
Von Christchurch aus machen wir uns auf gen Nordwesten. Gut ausgerüstet mit Mietwagen und Navi stellen wir uns mal wieder dem Linksverkehr. Da Takaka recht weit ist, zumindest für langsame Kollegen wie wir welche sind, haben wir eine Adresse mitbekommen.
Maruia Springs liegt mitten in den Bergen und ist ein japanisches Badehaus mit heißen Quellen.
Weitab vom Touristentrubel kann man sich in 40 bis 42 Grad heißem Wasser treiben lassen und plötzlich steht die Welt still.
Ein Besuch lohnt sich alleine schon wegen des Frühstücks. Experimentierfreudig wie wir sind, haben wir uns natürlich für die japanische Variante entschieden. Tee und Okonomiyaki. Auf der Karte als “japanische Pfannkuchen” gelistet unterscheidet es sich allerdings in drei Punkten von herkömmlichen Pancakes. 1. die Soße erinnert mehr an BBQ, 2. als Topping gibt es Fisch und 3. dieser bewegt sich. Und das ist keinesfalls übertrieben.
Der gefrorene Lachs wird hauchdünn geschnitten und oben auf den Okonomiyaki drapiert. Das Ergebnis ist ein braunes Wirrwarr das zu atmen scheint. Es entfaltet sich nicht einfach nur, sondern bewegt sich tatsächlich erst in die eine Richtung und dann in die andere. Erstaunter hab ich noch kein Frühstück betrachtet.
Jedenfalls geht’s sauberer als je zuvor weiter und am Nachmittag erreichen wir guter Dinge Takaka, dass sich als putzige kleine Hippiekommune entpuppt. Hier treffen wir Sophie wieder, die uns mit auf die Farm ihrer Mutter nimmt. Eine sehr angenehme Frau von etwa Mums Größe, deren Dialekt wir kaum verstehen, die wir aber wegen ihrer witzigen Lache sofort ins Herz schließen.
Ungefähr zu diesem Zeitpunkt setzt der Regen ein, der uns für die nächste Zeit fast ununterbrochen begleitet. Auch als wir am nächsten Tag zu den Waikoropupu Springs aufbrechen - einer riesigen Wasserquelle, die für ihr klares Wasser berühmt ist - tut uns das Wetter keinen gefallen. Die wenigen Aufnahmen die ich in den Regenpausen gemacht habe zeigen nur einen Bruchteil dieses heiligen Ortes.
Montag, 18. Oktober 2010
Zusammenfassung Australien
Der heutige Beitrag stammt diesmal aus der Feder meiner Mutter handelt von Australien im großen und ganzen. Alles (oder fast alles) was ich nicht erwähnt habe oder was nach meinen Posts passiert ist findet ihr hier noch einmal in schriftlicher Form. Geschrieben mit viel Fleiß und Liebe!
Australien
So, nun leben wir seit 5 ½ Wochen aus dem Koffer und es geht ganz gut, wenn man die Möglichkeit hat alle 5 Tage eine Waschmaschine und Trockner zu benutzen, was ja nicht so selbstverständlich ist bei dem ganzen Umziehen.
Start war in Melbourne, wo wir erst einmal unseren Jetlag gepflegt haben. Spät ins Bett gekommen und dann erst mittags aufgestanden.
Durch das Courchsurfing haben wir gleich am Anfang eine ganze Menge netter Leute kennengelernt, so dass aus den ursprünglich gedachten fünf Tage gleich zwei Wochen wurden.
In Melbourne gibt es eine alte Tramlinie mit der man kostenlos ums Zentrum fahren kann. Sonst fahren Straßenbahnen, Metro, Bus und Taxi. Bis auf den Bus haben wir auch alles benutzt, da wir teilweise außerhalb gewohnt oder Leute besucht haben. Funktionierte alles auch wunderbar. Mit einer Linie kam man durch St. Kilda sogar direkt ans Meer.
Gesehen haben wir beispielsweise die wunderschöne alte Bibliothek im Zentrum - die neben dem hübschen, viktorianischen Aussehen auch noch kostenloses Internet zu bieten hat- und eine Aborigineausstellung im Ian Potter Centre - welches definitiv die besten Toiletten im Umkreis beherbergt.
Versäumt haben wir leider die Tim Burton Exhibition, die während unseres Aufenthaltes im Arts Centre am Federation Square ausgestellt wurde. Dafür haben wir gleich zwei mal den Victoria Market unsicher gemacht und uns mit frischen Erdbeeren, Brot und warmen Socken eingedeckt haben. Eine ungeheure Vielfalt und ein Traum für jeden der gerne kocht. Und Leute die gerne kochen, haben wir eine Menge kennengelernt. Allen voran Sophie, ihres Zeichens Musikerin und derzeit Wahlaustralierin aus Neuseeland, die John nachts noch Pasta mit Süßkartoffeln gemacht hat ( Anmerkung von John: die zudem auch noch mit Paprika gewürzt wurden. Bei der Nachfrage ob ich Paprika mag hatte ich allerdings nicht mit Chilli-Paprika gerechnet.)
Sie ist eine ganz wunderbare, herzliche Frau, die uns immer wieder geholfen hat. Zum Beispiel bei der Suche nach einem Auto und einer Unterkunft.
In Sydney haben wir außer Unterkünften natürlich auch noch andere Sachen gesehen. Unser Dank gilt da vor allem Renate und Erich Seifert. Uwe und Anne hatten uns vor unserer Reise deren Telefonnummer zugesteckt, mit dem Hinweis, dass sich die beiden sehr über einen Besuch freuen würden.
Während wir versuchten die beiden zu kontaktieren ( wir hatten so unsere Schwierigkeiten die richtige Vorwahl ausfindig zu machen) überlegten wir, was für Menschen sich am anderen Ende der Leitung befinden würden. Vielleicht ein altes Rentnerpaar? Ein paar Einsiedler, die ihren ruhigen Lebensabend in Australien genießen wollten? Unseren düsteren Gedanken zum Trotz stellten sich die beiden als aktive Menschen mitten im Leben heraus die mit einer gehörigen Portion Humor gesegnet sind.
Sie zeigten uns landschaftlich reizvolle Ecken von Sydney und dessen Umland und hatten sogar ein Picknick vorbereitet, dass wir mit einem schönen Blick auf eine Regatta genossen. Ein Traum!
Am letzten Abend in Bondi Beach haben wir dann zusammen mit Johns neuen Freunden von Couchsurfing auf dem Dach des Backpackers Abschied gefeiert. Natürlich mit viel Wein, Käse, Brot und Oliven.
Von Sydney aus geht es weiter nach Brisbane. Diesmal mit dem Zug, da sich der Flug mit Tiger Airways von Melbourne nach Sydney als eine unheimliche Katastrophe herausgestellt hat. Angekommen in der Wartehalle wurde erst der Flug als verspätet angekündigt und kurz darauf das Gate als geschlossen angezeigt. Das Personal sagte bei Nachfragen, dass es später wieder auf sei, woraufhin der Flug abgesagt wurde und das Personal auf mysteriöse Weise verschwand. Nur durch Zufall stolperten wir über das Gate von dem aus der Flug nun ging.
Also weiter mit dem Zug. Das ist nicht nur bequemer und ruhiger, man kann außerdem auch noch was von der Landschaft sehen. Problem an der Sache. Abfahrt war um 16:00 Uhr und Ankunft um 06:00 Uhr am nächsten Morgen. Na immerhin eine Übernachtung gespart.
In Sydney ging es dann auch gleich mit Umzügen weiter. Die erste Nacht haben wir im Banana Benders Backpacker verbracht. Nette Leute, gute Musik, saubere Küche. Die nächste Nacht dann dank Couchsurfing in Caboolture bei Peter und Debbie. Caboolture ist vom Prinzip her ein Ausläufer Brisbanes eine Stunde gen Norden und mitten im Nirgendwo. Unsere Gastgeber waren aber total nett und ihre beiden afghanischen Windhunde auch. Dazu noch ein Zimmer im Erdgeschoss mit Bad und zwei Betten, wunderbar.
Problematisch wurde es erst, als wir uns ein Auto organisieren wollten. Da wir Alessa besuchen wollten, die noch eine Stunde entfernt bei Gasteltern wohnte, wollten wir uns den Herausforderungen des Linksverkehrs stellen. Leider wurden wir dabei nicht von der einzigen Autovermietung im Umkreis unterstützt, sie hatte schlichtweg keine Autos mehr.
Glücklicherweise konnten wir Pieters Auto nehmen, einen 30 Jahre alten Japaner, total dreckig, da in ihm die Hunde spazieren gefahren wurden. Aber wir hatten immerhin einen fahrbaren Untersatz und das erste Mal auf der linken Seite verlief dann auch sehr abenteuerlich. (Anmerkung von John: vor allem der Kreisverkehr ist ihr nicht geheuer. Er spuckt einen immer da aus, wo man gar nicht hin will. Merkwürdig.)
Wir sind dann einen Tag früher zurück nach Brisbane und nochmals ins BBBP wo wir dann gleich wie alte Bekannte begrüßt wurden.
Hinterher zu James, unsere nächste CS-Bekanntschaft in Brisbane. Total klasse! Zur Begrüßung wurden wir gleich von einem sehr netten, sympathischen Typ umarmt und in ein tolles Haus geführt. James ist Ingenieur, hat schon in Neuseeland und Südafrika gelebt, kocht gerne und verbringt seine Freizeit unter anderem damit Firestaffs und Poys durch die Luft zu wirbeln. Das hat er dann auch John beigebracht. (Anmerkung von John: was für alle Parteien lustig war. Nach einer Weile konnte ich alleine üben und während des Lesens konnten sie anhand der Geräusche erraten, was ich mir gerade an den Kopf knallte)
Am Sonntag sind wir dann in die Stadt gefahren, haben auf einem Thai Markt gegessen und den letzten Tag in Australien genossen.
Und tja dann:
Auf nach Neuseeland!
Australien
So, nun leben wir seit 5 ½ Wochen aus dem Koffer und es geht ganz gut, wenn man die Möglichkeit hat alle 5 Tage eine Waschmaschine und Trockner zu benutzen, was ja nicht so selbstverständlich ist bei dem ganzen Umziehen.
Start war in Melbourne, wo wir erst einmal unseren Jetlag gepflegt haben. Spät ins Bett gekommen und dann erst mittags aufgestanden.
Durch das Courchsurfing haben wir gleich am Anfang eine ganze Menge netter Leute kennengelernt, so dass aus den ursprünglich gedachten fünf Tage gleich zwei Wochen wurden.
In Melbourne gibt es eine alte Tramlinie mit der man kostenlos ums Zentrum fahren kann. Sonst fahren Straßenbahnen, Metro, Bus und Taxi. Bis auf den Bus haben wir auch alles benutzt, da wir teilweise außerhalb gewohnt oder Leute besucht haben. Funktionierte alles auch wunderbar. Mit einer Linie kam man durch St. Kilda sogar direkt ans Meer.
Gesehen haben wir beispielsweise die wunderschöne alte Bibliothek im Zentrum - die neben dem hübschen, viktorianischen Aussehen auch noch kostenloses Internet zu bieten hat- und eine Aborigineausstellung im Ian Potter Centre - welches definitiv die besten Toiletten im Umkreis beherbergt.
Versäumt haben wir leider die Tim Burton Exhibition, die während unseres Aufenthaltes im Arts Centre am Federation Square ausgestellt wurde. Dafür haben wir gleich zwei mal den Victoria Market unsicher gemacht und uns mit frischen Erdbeeren, Brot und warmen Socken eingedeckt haben. Eine ungeheure Vielfalt und ein Traum für jeden der gerne kocht. Und Leute die gerne kochen, haben wir eine Menge kennengelernt. Allen voran Sophie, ihres Zeichens Musikerin und derzeit Wahlaustralierin aus Neuseeland, die John nachts noch Pasta mit Süßkartoffeln gemacht hat ( Anmerkung von John: die zudem auch noch mit Paprika gewürzt wurden. Bei der Nachfrage ob ich Paprika mag hatte ich allerdings nicht mit Chilli-Paprika gerechnet.)
Sie ist eine ganz wunderbare, herzliche Frau, die uns immer wieder geholfen hat. Zum Beispiel bei der Suche nach einem Auto und einer Unterkunft.
In Sydney haben wir außer Unterkünften natürlich auch noch andere Sachen gesehen. Unser Dank gilt da vor allem Renate und Erich Seifert. Uwe und Anne hatten uns vor unserer Reise deren Telefonnummer zugesteckt, mit dem Hinweis, dass sich die beiden sehr über einen Besuch freuen würden.
Während wir versuchten die beiden zu kontaktieren ( wir hatten so unsere Schwierigkeiten die richtige Vorwahl ausfindig zu machen) überlegten wir, was für Menschen sich am anderen Ende der Leitung befinden würden. Vielleicht ein altes Rentnerpaar? Ein paar Einsiedler, die ihren ruhigen Lebensabend in Australien genießen wollten? Unseren düsteren Gedanken zum Trotz stellten sich die beiden als aktive Menschen mitten im Leben heraus die mit einer gehörigen Portion Humor gesegnet sind.
Sie zeigten uns landschaftlich reizvolle Ecken von Sydney und dessen Umland und hatten sogar ein Picknick vorbereitet, dass wir mit einem schönen Blick auf eine Regatta genossen. Ein Traum!
Am letzten Abend in Bondi Beach haben wir dann zusammen mit Johns neuen Freunden von Couchsurfing auf dem Dach des Backpackers Abschied gefeiert. Natürlich mit viel Wein, Käse, Brot und Oliven.
Von Sydney aus geht es weiter nach Brisbane. Diesmal mit dem Zug, da sich der Flug mit Tiger Airways von Melbourne nach Sydney als eine unheimliche Katastrophe herausgestellt hat. Angekommen in der Wartehalle wurde erst der Flug als verspätet angekündigt und kurz darauf das Gate als geschlossen angezeigt. Das Personal sagte bei Nachfragen, dass es später wieder auf sei, woraufhin der Flug abgesagt wurde und das Personal auf mysteriöse Weise verschwand. Nur durch Zufall stolperten wir über das Gate von dem aus der Flug nun ging.
Also weiter mit dem Zug. Das ist nicht nur bequemer und ruhiger, man kann außerdem auch noch was von der Landschaft sehen. Problem an der Sache. Abfahrt war um 16:00 Uhr und Ankunft um 06:00 Uhr am nächsten Morgen. Na immerhin eine Übernachtung gespart.
In Sydney ging es dann auch gleich mit Umzügen weiter. Die erste Nacht haben wir im Banana Benders Backpacker verbracht. Nette Leute, gute Musik, saubere Küche. Die nächste Nacht dann dank Couchsurfing in Caboolture bei Peter und Debbie. Caboolture ist vom Prinzip her ein Ausläufer Brisbanes eine Stunde gen Norden und mitten im Nirgendwo. Unsere Gastgeber waren aber total nett und ihre beiden afghanischen Windhunde auch. Dazu noch ein Zimmer im Erdgeschoss mit Bad und zwei Betten, wunderbar.
Problematisch wurde es erst, als wir uns ein Auto organisieren wollten. Da wir Alessa besuchen wollten, die noch eine Stunde entfernt bei Gasteltern wohnte, wollten wir uns den Herausforderungen des Linksverkehrs stellen. Leider wurden wir dabei nicht von der einzigen Autovermietung im Umkreis unterstützt, sie hatte schlichtweg keine Autos mehr.
Glücklicherweise konnten wir Pieters Auto nehmen, einen 30 Jahre alten Japaner, total dreckig, da in ihm die Hunde spazieren gefahren wurden. Aber wir hatten immerhin einen fahrbaren Untersatz und das erste Mal auf der linken Seite verlief dann auch sehr abenteuerlich. (Anmerkung von John: vor allem der Kreisverkehr ist ihr nicht geheuer. Er spuckt einen immer da aus, wo man gar nicht hin will. Merkwürdig.)
Wir sind dann einen Tag früher zurück nach Brisbane und nochmals ins BBBP wo wir dann gleich wie alte Bekannte begrüßt wurden.
Hinterher zu James, unsere nächste CS-Bekanntschaft in Brisbane. Total klasse! Zur Begrüßung wurden wir gleich von einem sehr netten, sympathischen Typ umarmt und in ein tolles Haus geführt. James ist Ingenieur, hat schon in Neuseeland und Südafrika gelebt, kocht gerne und verbringt seine Freizeit unter anderem damit Firestaffs und Poys durch die Luft zu wirbeln. Das hat er dann auch John beigebracht. (Anmerkung von John: was für alle Parteien lustig war. Nach einer Weile konnte ich alleine üben und während des Lesens konnten sie anhand der Geräusche erraten, was ich mir gerade an den Kopf knallte)
Am Sonntag sind wir dann in die Stadt gefahren, haben auf einem Thai Markt gegessen und den letzten Tag in Australien genossen.
Und tja dann:
Auf nach Neuseeland!
Dienstag, 5. Oktober 2010
Part 2
| Kängurus auf besagtem Golfplatz |
| Auf zur Great Ocean Road! |
| Die 12 Apostel, die mittlerweile nicht mehr ganz 12 sind |
| Erst ein paar Stunden in Sydney ist uns dieser Kollege über den Weg gelaufen |
| Die Harbour Bridge |
Und schließlich Brisbane aus dem es kaum gute Fotos gibt
| Caboolture in der Nähe von Brisbane |
Part 1
| Wahre Kunst in Melbourne |
| Flinders Street Station in Melbourne |
| Bell Street, wo unser Hotel war und die eigentlich recht schäbig ist. |
| Leider nicht unser Auto |
Sonntag, 26. September 2010
Umziehen, Party, Umziehen.
Seit meinem letzten Blogeintrag hat sich ziemlich viel getan. Wir haben ehrlich gesagt wenig von den Sehenswürdigkeiten in Melbourne mitbekommen, dafür haben wir mittlerweile im Packen eine gewissen Routine.
Angekommen in einem großen, zentral gelegenen Hotel war der Plan möglichst kostengünstig Unterkunft
zu finden. Eine 6-Monate-Reise bezahlt man ja schließlich nicht eben aus dem Stehgreif und um das zu realisieren hatten wir uns kurz vor Beginn der Reise bei couchsurfing.org angemeldet. Das Prinzip ist simpel: Mitglieder können Leute aufnehmen oder bei Bedarf auf Reisen von anderen Mitgliedern aufgenommen werden.
Mit glühendem Enthusiasmus machten wir uns also ans Werk um festzustellen, das Melbournes Sofas komplett ausgebucht sind. Bis auf eine Einladung einer Natasha zum Dinner kam erstmal gar nichts. Um also nicht im Park schlafen zu müssen organisierten wir uns ein anderes, großes Hotel -diesmal am Arsch der Welt- und folgten der Einladung.
Was am Anfang als Wehrmutstropfen daher kam, erwies sich als Glücksgriff. Es folgten diverse weitere Einladungen die Alkohol, BBQ und unzählige nette Leute versprachen. Neben netten Gesprächen ergab sich dadurch allerdings auch unsere nächste Bleibe.
Paul -48, Couchsurfer und mit seiner Mütze verwachsen- nahm uns nicht nur auf, sondern zeigte uns auch fernab vom Touristentrubel einen netten Ort an dem man in mitten von Kängurukacke Golf spielen kann.
Das meine Mutter laut schnarcht störte auch niemanden, da Pauls Hunde lauter sind als die Metro.
Die Sehenswürdigkeiten ignorierend bin ich die meiste Zeit diversen Einladungen gefolgt und hab viele Leute kennengelernt und hab Musik, Kunst und horrende Mengen Rotwein genossen. Zugegebenermaßen schreib ich das hier mit nem ziemlichen Kater.
Wie dem auch sei. Vorgestern sind wir dann in ein Hostel umgezogen. The Elephant Backpaka könnte kaum
zentraler liegen und ist für meine Maßstäbe von Hostels durchaus okay. Interessantes Merkmal sind hier die Raumaufteilungen. Vom Prinzip ist zumindest unsere Etage so aufgebaut, dass in einen großen Raum Wände gestellt wurden, die aber nicht bis an die Decke reichen. Dadurch sind nachts natürlich vor allem die fluchenden Franzosen nebenan ein Genuss.
Naja, denke ich mir und schau rüber zu meiner Mum, in ca. 20 Minuten wird zurückgefeuert.
Den zweiten Teil dieses Eintrags schreibe ich noch einmal zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt. Da ich nicht immer Internet habe und manchmal nur sehr kurz, fallen diesmal zwei Blogeinträge zusammen. Entschuldigt den Zeitsprung, aber diese Zeilen schreibe ich in Sydney.
Nachdem wir die letzten Tage in Melbourne genutzt haben um uns die Great Ocean Road mit dem wohl
enthusiastischsten Busfahrer Australiens anzuschauen, haben wir den Flieger hierher genommen.
Hier möchte ich erwähnen, dass wer die Great Ocean Road wirklich sehen will, oder schlecht zu Fuß ist
sich ein Auto mieten sollte. Wir haben einen Tagesausflug genommen, weil wir wenig Zeit hatten und haben
uns geärgert, dass wir für manche Stationen nur 20 Minuten Zeit hatten. Vor allem als an einer Stelle eine Horde Papageien über eine Touristengruppe hergefallen ist.
Naja, man kann halt nicht alles haben.
Unterm Strich war Melbourne jedenfalls sehr schön. In der Stadt gibt es viel alte Architektur, diverse kleine Kirchen und einen Haufen netter Menschen. Wir haben Kängurus und Koalas gesehen, hatten Live-Musik
und ich war sogar auf eine Geburtstags-Fetisch-Party eingeladen. Was will man mehr?
In Sydney haben wir bis dato eigentlich noch gar nicht so viel erlebt, nur hatten wir bereits wieder einen
Hostelwechsel, da das erste ziemlich heruntergekommen war. Dafür wars recht zentral direkt neben dem
Rotlichtviertel.Wir haben uns jedenfalls Jeffrey geschnappt und sind ab an den Bondi Beach, den wir nun aus unserem Zimmer im 3. Stock genießen können. Noch dazu sind die Zimmer sauber und man kann sein Essen(Wein) mit aufs Dach nehmen.
Erwähnenswert ist dabei noch, dass Sydney sauteuer ist. Wenn man in Melbourne alles wichtige über den Tag verteilt besichtigen möchte, kauft man sich ein Ticket für 6,80 Dollar. In Sydney kostet eine Tageskarte dagegen 20 Dollar!
Dennoch kann Shoppen durchaus spaß machen, vor allem wenn im Schuhladen ein kleines Mädchen durch die Gegend läuft und fröhlich "I'm coming! I'm coming!" kreischt.
Die Mutter war davon nicht ganz so angetan. Hmm.
PS: in diesem Eintrag gibt es keine Bilder, wegen des langsamen Internets bei McDoof -keine Ahnung ob da gerade einer Pornos runterlädt oder wie auch immer. Ich werd sie aber nachliefern im nächsten Blog, damit ihr auch was zu gucken habt. Dann bekommt ihr die volle Packung, Heike als Tierbändiger, die Harbour Bridge, 8,25 Apostel und natürlich viele nette Menschen.
Angekommen in einem großen, zentral gelegenen Hotel war der Plan möglichst kostengünstig Unterkunft
zu finden. Eine 6-Monate-Reise bezahlt man ja schließlich nicht eben aus dem Stehgreif und um das zu realisieren hatten wir uns kurz vor Beginn der Reise bei couchsurfing.org angemeldet. Das Prinzip ist simpel: Mitglieder können Leute aufnehmen oder bei Bedarf auf Reisen von anderen Mitgliedern aufgenommen werden.
Mit glühendem Enthusiasmus machten wir uns also ans Werk um festzustellen, das Melbournes Sofas komplett ausgebucht sind. Bis auf eine Einladung einer Natasha zum Dinner kam erstmal gar nichts. Um also nicht im Park schlafen zu müssen organisierten wir uns ein anderes, großes Hotel -diesmal am Arsch der Welt- und folgten der Einladung.
Was am Anfang als Wehrmutstropfen daher kam, erwies sich als Glücksgriff. Es folgten diverse weitere Einladungen die Alkohol, BBQ und unzählige nette Leute versprachen. Neben netten Gesprächen ergab sich dadurch allerdings auch unsere nächste Bleibe.
Paul -48, Couchsurfer und mit seiner Mütze verwachsen- nahm uns nicht nur auf, sondern zeigte uns auch fernab vom Touristentrubel einen netten Ort an dem man in mitten von Kängurukacke Golf spielen kann.
Das meine Mutter laut schnarcht störte auch niemanden, da Pauls Hunde lauter sind als die Metro.
Die Sehenswürdigkeiten ignorierend bin ich die meiste Zeit diversen Einladungen gefolgt und hab viele Leute kennengelernt und hab Musik, Kunst und horrende Mengen Rotwein genossen. Zugegebenermaßen schreib ich das hier mit nem ziemlichen Kater.
Wie dem auch sei. Vorgestern sind wir dann in ein Hostel umgezogen. The Elephant Backpaka könnte kaum
zentraler liegen und ist für meine Maßstäbe von Hostels durchaus okay. Interessantes Merkmal sind hier die Raumaufteilungen. Vom Prinzip ist zumindest unsere Etage so aufgebaut, dass in einen großen Raum Wände gestellt wurden, die aber nicht bis an die Decke reichen. Dadurch sind nachts natürlich vor allem die fluchenden Franzosen nebenan ein Genuss.
Naja, denke ich mir und schau rüber zu meiner Mum, in ca. 20 Minuten wird zurückgefeuert.
Den zweiten Teil dieses Eintrags schreibe ich noch einmal zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt. Da ich nicht immer Internet habe und manchmal nur sehr kurz, fallen diesmal zwei Blogeinträge zusammen. Entschuldigt den Zeitsprung, aber diese Zeilen schreibe ich in Sydney.
Nachdem wir die letzten Tage in Melbourne genutzt haben um uns die Great Ocean Road mit dem wohl
enthusiastischsten Busfahrer Australiens anzuschauen, haben wir den Flieger hierher genommen.
Hier möchte ich erwähnen, dass wer die Great Ocean Road wirklich sehen will, oder schlecht zu Fuß ist
sich ein Auto mieten sollte. Wir haben einen Tagesausflug genommen, weil wir wenig Zeit hatten und haben
uns geärgert, dass wir für manche Stationen nur 20 Minuten Zeit hatten. Vor allem als an einer Stelle eine Horde Papageien über eine Touristengruppe hergefallen ist.
Naja, man kann halt nicht alles haben.
Unterm Strich war Melbourne jedenfalls sehr schön. In der Stadt gibt es viel alte Architektur, diverse kleine Kirchen und einen Haufen netter Menschen. Wir haben Kängurus und Koalas gesehen, hatten Live-Musik
und ich war sogar auf eine Geburtstags-Fetisch-Party eingeladen. Was will man mehr?
In Sydney haben wir bis dato eigentlich noch gar nicht so viel erlebt, nur hatten wir bereits wieder einen
Hostelwechsel, da das erste ziemlich heruntergekommen war. Dafür wars recht zentral direkt neben dem
Rotlichtviertel.Wir haben uns jedenfalls Jeffrey geschnappt und sind ab an den Bondi Beach, den wir nun aus unserem Zimmer im 3. Stock genießen können. Noch dazu sind die Zimmer sauber und man kann sein Essen(Wein) mit aufs Dach nehmen.
Erwähnenswert ist dabei noch, dass Sydney sauteuer ist. Wenn man in Melbourne alles wichtige über den Tag verteilt besichtigen möchte, kauft man sich ein Ticket für 6,80 Dollar. In Sydney kostet eine Tageskarte dagegen 20 Dollar!
Dennoch kann Shoppen durchaus spaß machen, vor allem wenn im Schuhladen ein kleines Mädchen durch die Gegend läuft und fröhlich "I'm coming! I'm coming!" kreischt.
Die Mutter war davon nicht ganz so angetan. Hmm.
PS: in diesem Eintrag gibt es keine Bilder, wegen des langsamen Internets bei McDoof -keine Ahnung ob da gerade einer Pornos runterlädt oder wie auch immer. Ich werd sie aber nachliefern im nächsten Blog, damit ihr auch was zu gucken habt. Dann bekommt ihr die volle Packung, Heike als Tierbändiger, die Harbour Bridge, 8,25 Apostel und natürlich viele nette Menschen.
Mittwoch, 8. September 2010
Endlich angekommen!
Sonntag früh hoch, um 15:25 geht der Flug. Letze Überprüfung des Gepäcks und los.
Am Flughafen werden wir noch schnell von der Familie verabschiedet. Mit Alkohol und
Transparent. Will man da noch verreisen?
Ausgelassen checken wir ein und machen uns auf den Weg zu unserem Terminal.
Nun wird für 26 Stunden in allen Varianten gesessen.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei meinen Trombosestrümpfen bedanken.
Modisch nicht der Hit, aber wenigstens musste ich es nicht meiner Mutter gleichtun und
mir wie ein Junkie auf der Flughafentoilette eine Spritze setzen.
Des weiteren danke an Jeffrey.
Jeffrey - wie ich hier erwähnen sollte- ist ein Plüschkoala. Als Geschenk meiner Schwester
und ihrer Freundin Anna, dürfen wir ihn nun mit uns rumschleppen und vor allem fotgrafieren,
was einigermaßen interessant ist. Positiver Nebeneffekt: Jeffrey ist Klasse um mit Stewardessen
ins Gespräch zu kommen.
Bingo.
Der einzige, der sich nicht für ihn interessierte, war der Steward.
Das alle FLugbegleiter für schwul gehalten werden ist vermutlich der Verdienst dieses Herren,
der sich gut vernehmbar darüber beschwerte, dass er nicht mit "Ma'am" zum Check-In beordert wurde.
Armer Jeffrey.
In Melbourne angekommen, nehmen wir -wie uns empfohlen wurde- den Bus, der uns angeblich bis zur
Straße bringt in der unser Hotel steht. Als wir aussteigen ist die Straße tatsächlich direkt um
die Ecke. Die erste Hausnummer die uns begegnet hat die Nummer 573. Wir schauen auf unseren
Info-Zettel. Nummer 131. Na klasse.
Nach gefühlten 2 Meilen sind wir schließlich angekommen, haben das falsche Zimmer bekommen, sind
in ein anders gezogen (das, wie sich herrausstellen sollte, eine kaputte Tür hat) und haben gepennt.
Aber ich will das Hotel nicht schlecht machen. Immerhin hat es einen Pool. Auf dem Dach. Bei
einer Außentemperatur von 13 Grad.
Ansonsten will ich nur noch sagen: Melbourne ist schön, McDonalds ist hier scheiße und Klimaanlagen
sind lauter als schlagzeugspielende Straßenmusiker.
Straße bringt in der unser Hotel steht. Als wir aussteigen ist die Straße tatsächlich direkt um
die Ecke. Die erste Hausnummer die uns begegnet hat die Nummer 573. Wir schauen auf unseren
Info-Zettel. Nummer 131. Na klasse.
Nach gefühlten 2 Meilen sind wir schließlich angekommen, haben das falsche Zimmer bekommen, sind
in ein anders gezogen (das, wie sich herrausstellen sollte, eine kaputte Tür hat) und haben gepennt.
Aber ich will das Hotel nicht schlecht machen. Immerhin hat es einen Pool. Auf dem Dach. Bei
einer Außentemperatur von 13 Grad.
Ansonsten will ich nur noch sagen: Melbourne ist schön, McDonalds ist hier scheiße und Klimaanlagen
sind lauter als schlagzeugspielende Straßenmusiker.
PS: Sry für die wirre Textverschiebung. Das muss ich nochmal üben.
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