Freitag, 4. März 2011

Ab nach Hause

Nach dem Nationalpark waren wir das ganze Rumgefahre leid und beschlossen erstmal schön Strandurlaub zu machen. Also nach Hikkaduwa zurück, wo wir bis zum Ende bleiben. Wir genießen das Meer und relaxen.
Kurz vor Ende wollen wir uns dann noch Galle (Goll ausgesprochen) ansehen. Das ist die nächst größere Stadt mit schöner, holländischer Architektur. Wir schauen uns um und besichtigen das Fort, was nur aus dieser Mauer zu bestehen scheint
eine holländische Kirche
eine japanische Dagoba mitsamt Tempel, und schlecht gelaunter Skulptur



sowie eine Manufaktur für Schmuck und Batiken

Und jetzt während ich diese Zeilen schreibe ist Mum schon fleißig am Packen. Um 8 Uhr abends werden wir abgeholt und unser Flieger geht um 02:55 Uhr mitten in der Nacht. Ich verabschiede mich hiermit und hoffe, dass ihr genauso viel Spaß beim lesen hattet, wie wir bei unserer Reise. Es war nicht alles perfekt, aber was ist das schon. Wir hatten tolle 6 Monate, an die wir uns noch lange erinnern werden und jetzt freuen wir uns erstmal auf zu Hause. Aber ich wette, nach zwei Wochen könnten wir schon wieder los…


Donnerstag, 3. März 2011

Tour mit Ari

Vor 13 Jahren hatten wir mit Ari eine Tour gemacht. Unter anderem waren Kandy, die Teefabrik, das Elefantenwaisenhaus und ein großer Wasserfall Programm. Das meiste davon hatten wir nun bei der Tour mit Aruna und Dilan abgehakt. Für eine zweite Tour, diesmal mit Ari, blieb also noch die Ostküste und der Yala Nationalpark. Er holte uns früh morgens ab und stellte uns Lianal vor, seinen Fahrer. Wir gehen den Plan noch mal durch und machen uns auf.
Um nicht lange um den heißen Brei rumzureden: die Tour war eher bescheiden. Die Hotels waren lausig, das Wetter ausgesprochen schlecht, mit nicht enden wollendem Regen und die Ostküste haben wir 5 Minuten lang gesehen. Erwähnenswert ist noch das Dorf der Eingeborenen, der Veddas. Sie leben wie alle Naturvölker mit der Bedrohung durch die Zivilisation. Es ist absehbar, dass ihre Kultur verschwindet. Das Dorf, dass wir besucht haben hatte nur ungefähr 400 Einwohner und wir fühlten uns mehr als Bedrohung und die dummen Touristen, die wir ja nun mal auch sind, als sonst irgendwas.
Wirklich das einzige, was von vorne bis hinten toll war, war der Yala Nationalpark. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und waren so begeistert, dass wir zwei Touren an einem Tag gemacht haben. Um 5 Uhr morgens aufstehen, anziehen und in einem wackligen Jeep in die Wildnis. Das erste Abenteuer bestand schon darin, überhaupt die Strecke zum Park zurückzulegen. Denn überall auf der Straße lagen oder standen Kühe. Und nicht vereinzelt, sondern in Gruppen von bis zu 10 Tieren. Stoischere Tiere als Rinder haben wir auf der Reise auch noch nicht erlebt. Wenn ein Jeep -mit Scheinwerfern in der Dunkelheit nicht gerade die Unauffälligkeit in Person- mit 60 km/h auf mich zurast,  pack ich doch auch nicht erstmal nen Bigmac aus.

Jedenfalls hat es sich echt gelohnt mein Teleobjektiv einzupacken, was hier fast im Dauereinsatz war.



















Dienstag, 1. März 2011

Der botanische Garten

Der botanische Garten. Ein schöner Ort voller exotischer Bäume, Pflanzen und Pärchen, die jegliche Sitzmöglichkeit blockieren. Wer sich vornimmt ein Picknick zu machen und dafür eine Bank braucht, muss also viel Geduld oder Dreistigkeit mit einpacken. Abschrecken lassen haben wir uns jedenfalls nicht. Nicht davon und auch nicht vom Kastensystem der Eintrittspreise, die Touristen eine satte Zuzahlung bescheren. Bis jetzt glaube ich das erste Mal, dass ich wegen meiner Herkunft mit Nachteilen zu rechnen hatte.
Auf den ersten Metern bekommen wir auch gleich einen interessanten Baum zu sehen. Der Cannonball Tree hat nicht nur wunderschöne Blüten, sondern auch einprägsame Früchte, die den Namen rechtfertigen.

Danach treffen wir auf einen ganzen Haufen Bäume und Pflanzen, bei denen ich nicht die geringste Ahnung hab, wie sie heißen, oder wo sie herkommen. Ein paar Bilder hab ich trotzdem gemacht.



Außerdem ein Grund den botanischen Garten zu besuchen sind die Flughunde, die zahlreich in den Bäumen hängen.




Was ist aber der Unterschied von diesen Tieren zu Fledermäusen, die wir ja auch in Deutschland haben? Nun erstmal sind sie gut drei mal so groß, dann haben sie noch eine zusätzliche Klaue (die aber anscheinend keinen besonderen Zweck mehr erfüllt), sie haben ein paar mehr Gelenke, ein Hundeartiges Gesicht und ihnen fehlt der Schwanz (zumindest den Exemplaren hier), was man auf diesem Bild sehen kann.
Außerdem fehlt ihnen die Echoortung, für die unsere heimischen Fledermäuse bekannt sind. Und auch wenn sie dank ihrer Größe gerade nachts recht gruselig erscheinen sind sie ungefährlich, da streng vegetarisch. Bei uns heimische Fledertiere gönnen sich dagegen auch mal kleine Insekten und nur die Vampirfledermäuse sind tatsächlich eine Gefahr und dann noch hauptsächlich für Rinder. Das gebissene Opfer - ob nun Mensch oder Tier- stirbt dann auch nicht mal an Blutmangel, sondern meistens an Tollwut. Sorgen muss man sich deswegen nicht machen, denn einer Vampirfledermaus in Deutschland zu begegnen ist mehr als unwahrscheinlich. Sie kommen nur in den südlichen USA und Südamerika vor, weswegen sie mit dem ganzen Vampir-Sagen-Schnickschnack auch wenig zu tun haben. Sie wurden nach den Vampiren benannt und nicht umgekehrt.


Für wen das jetzt zu aufregend war hab ich noch ein paar schöne Orchideenbilder. Viel Spaß!