Dienstag, 1. März 2011

Der botanische Garten

Der botanische Garten. Ein schöner Ort voller exotischer Bäume, Pflanzen und Pärchen, die jegliche Sitzmöglichkeit blockieren. Wer sich vornimmt ein Picknick zu machen und dafür eine Bank braucht, muss also viel Geduld oder Dreistigkeit mit einpacken. Abschrecken lassen haben wir uns jedenfalls nicht. Nicht davon und auch nicht vom Kastensystem der Eintrittspreise, die Touristen eine satte Zuzahlung bescheren. Bis jetzt glaube ich das erste Mal, dass ich wegen meiner Herkunft mit Nachteilen zu rechnen hatte.
Auf den ersten Metern bekommen wir auch gleich einen interessanten Baum zu sehen. Der Cannonball Tree hat nicht nur wunderschöne Blüten, sondern auch einprägsame Früchte, die den Namen rechtfertigen.

Danach treffen wir auf einen ganzen Haufen Bäume und Pflanzen, bei denen ich nicht die geringste Ahnung hab, wie sie heißen, oder wo sie herkommen. Ein paar Bilder hab ich trotzdem gemacht.



Außerdem ein Grund den botanischen Garten zu besuchen sind die Flughunde, die zahlreich in den Bäumen hängen.




Was ist aber der Unterschied von diesen Tieren zu Fledermäusen, die wir ja auch in Deutschland haben? Nun erstmal sind sie gut drei mal so groß, dann haben sie noch eine zusätzliche Klaue (die aber anscheinend keinen besonderen Zweck mehr erfüllt), sie haben ein paar mehr Gelenke, ein Hundeartiges Gesicht und ihnen fehlt der Schwanz (zumindest den Exemplaren hier), was man auf diesem Bild sehen kann.
Außerdem fehlt ihnen die Echoortung, für die unsere heimischen Fledermäuse bekannt sind. Und auch wenn sie dank ihrer Größe gerade nachts recht gruselig erscheinen sind sie ungefährlich, da streng vegetarisch. Bei uns heimische Fledertiere gönnen sich dagegen auch mal kleine Insekten und nur die Vampirfledermäuse sind tatsächlich eine Gefahr und dann noch hauptsächlich für Rinder. Das gebissene Opfer - ob nun Mensch oder Tier- stirbt dann auch nicht mal an Blutmangel, sondern meistens an Tollwut. Sorgen muss man sich deswegen nicht machen, denn einer Vampirfledermaus in Deutschland zu begegnen ist mehr als unwahrscheinlich. Sie kommen nur in den südlichen USA und Südamerika vor, weswegen sie mit dem ganzen Vampir-Sagen-Schnickschnack auch wenig zu tun haben. Sie wurden nach den Vampiren benannt und nicht umgekehrt.


Für wen das jetzt zu aufregend war hab ich noch ein paar schöne Orchideenbilder. Viel Spaß!





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