Montag, 18. Oktober 2010

Zusammenfassung Australien

Der heutige Beitrag stammt diesmal aus der Feder meiner Mutter handelt von Australien im großen und ganzen. Alles (oder fast alles) was ich nicht erwähnt habe oder was nach meinen Posts passiert ist findet ihr hier noch einmal in schriftlicher Form. Geschrieben mit viel Fleiß und Liebe!


Australien

So, nun leben wir seit 5 ½ Wochen aus dem Koffer und es geht ganz gut, wenn man die Möglichkeit hat alle 5 Tage eine Waschmaschine und Trockner zu benutzen, was ja nicht so selbstverständlich ist bei dem ganzen Umziehen.

Start war in Melbourne, wo wir erst einmal unseren Jetlag gepflegt haben. Spät ins Bett gekommen und dann erst mittags aufgestanden.
Durch das Courchsurfing haben wir gleich am Anfang eine ganze Menge netter Leute kennengelernt, so dass aus den ursprünglich gedachten fünf Tage gleich zwei Wochen wurden.
In Melbourne gibt es eine alte Tramlinie mit der man kostenlos ums Zentrum fahren kann. Sonst fahren Straßenbahnen, Metro, Bus und Taxi. Bis auf den Bus haben wir auch alles benutzt, da wir teilweise außerhalb gewohnt oder Leute besucht haben. Funktionierte alles auch wunderbar. Mit einer Linie kam man durch St. Kilda sogar direkt ans Meer.
Gesehen haben wir beispielsweise die wunderschöne alte Bibliothek im Zentrum - die neben dem hübschen, viktorianischen Aussehen auch noch kostenloses Internet zu bieten hat- und eine Aborigineausstellung im Ian Potter Centre - welches definitiv die besten Toiletten im Umkreis beherbergt.
Versäumt haben wir leider die Tim Burton Exhibition, die während unseres Aufenthaltes im Arts Centre am Federation Square ausgestellt wurde. Dafür haben wir gleich zwei mal den Victoria Market unsicher gemacht und uns mit frischen Erdbeeren, Brot und warmen Socken eingedeckt haben. Eine ungeheure Vielfalt und ein Traum für jeden der gerne kocht. Und Leute die gerne kochen, haben wir eine Menge kennengelernt. Allen voran Sophie, ihres Zeichens Musikerin und derzeit Wahlaustralierin aus Neuseeland, die John nachts noch Pasta mit Süßkartoffeln gemacht hat ( Anmerkung von John: die zudem auch noch mit Paprika gewürzt wurden. Bei der Nachfrage ob ich Paprika mag hatte ich allerdings nicht mit Chilli-Paprika gerechnet.)
Sie ist eine ganz wunderbare, herzliche Frau, die uns immer wieder geholfen hat. Zum Beispiel bei der Suche nach einem Auto und einer Unterkunft.

In Sydney haben wir außer Unterkünften natürlich auch noch andere Sachen gesehen. Unser Dank gilt da vor allem Renate und Erich Seifert. Uwe und Anne hatten uns vor unserer Reise deren Telefonnummer zugesteckt, mit dem Hinweis, dass sich die beiden sehr über einen Besuch freuen würden.
Während wir versuchten die beiden zu kontaktieren ( wir hatten so unsere Schwierigkeiten die richtige Vorwahl ausfindig zu machen) überlegten wir, was für Menschen sich am anderen Ende der Leitung befinden würden. Vielleicht ein altes Rentnerpaar? Ein paar Einsiedler, die ihren ruhigen Lebensabend in Australien genießen wollten? Unseren düsteren Gedanken zum Trotz stellten sich die beiden als aktive Menschen mitten im Leben heraus die mit einer gehörigen Portion Humor gesegnet sind.
Sie zeigten uns landschaftlich reizvolle Ecken von Sydney und dessen Umland und hatten sogar ein Picknick vorbereitet, dass wir mit einem schönen Blick auf eine Regatta genossen. Ein Traum!
Am letzten Abend in Bondi Beach haben wir dann zusammen mit Johns neuen Freunden von Couchsurfing auf dem Dach des Backpackers Abschied gefeiert. Natürlich mit viel Wein, Käse, Brot und Oliven.

Von Sydney aus geht es weiter nach Brisbane. Diesmal mit dem Zug, da sich der Flug mit Tiger Airways von Melbourne nach Sydney als eine unheimliche Katastrophe herausgestellt hat. Angekommen in der Wartehalle wurde erst der Flug als verspätet angekündigt und kurz darauf das Gate als geschlossen angezeigt. Das Personal sagte bei Nachfragen, dass es später wieder auf sei, woraufhin der Flug abgesagt wurde und das Personal auf mysteriöse Weise verschwand. Nur durch Zufall stolperten wir über das Gate von dem aus der Flug nun ging.
Also weiter mit dem Zug. Das ist nicht nur bequemer und ruhiger, man kann außerdem auch noch was von der Landschaft sehen. Problem an der Sache. Abfahrt war um 16:00 Uhr und Ankunft um 06:00 Uhr am nächsten Morgen. Na immerhin eine Übernachtung gespart.
In Sydney ging es dann auch gleich mit Umzügen weiter. Die erste Nacht haben wir im Banana Benders Backpacker verbracht. Nette Leute, gute Musik, saubere Küche. Die nächste Nacht dann dank Couchsurfing in Caboolture bei Peter und Debbie. Caboolture ist vom Prinzip her ein Ausläufer Brisbanes eine Stunde gen Norden und mitten im Nirgendwo. Unsere Gastgeber waren aber total nett und ihre beiden afghanischen Windhunde auch. Dazu noch ein Zimmer im Erdgeschoss mit Bad und zwei Betten, wunderbar.
Problematisch wurde es erst, als wir uns ein Auto organisieren wollten. Da wir Alessa besuchen wollten, die noch eine Stunde entfernt bei Gasteltern wohnte, wollten wir uns den Herausforderungen des Linksverkehrs stellen. Leider wurden wir dabei nicht von der einzigen Autovermietung im Umkreis unterstützt, sie hatte schlichtweg keine Autos mehr.
Glücklicherweise konnten wir Pieters Auto nehmen, einen 30 Jahre alten Japaner, total dreckig, da in ihm die Hunde spazieren gefahren wurden. Aber wir hatten immerhin einen fahrbaren Untersatz und das erste Mal auf der linken Seite verlief dann auch sehr abenteuerlich. (Anmerkung von John: vor allem der Kreisverkehr ist ihr nicht geheuer. Er spuckt einen immer da aus, wo man gar nicht hin will. Merkwürdig.)

Wir sind dann einen Tag früher zurück nach Brisbane und nochmals ins BBBP wo wir dann gleich wie alte Bekannte begrüßt wurden.
Hinterher zu James, unsere nächste CS-Bekanntschaft in Brisbane. Total klasse! Zur Begrüßung wurden wir gleich von einem sehr netten, sympathischen Typ umarmt und in ein tolles Haus geführt. James ist Ingenieur, hat schon in Neuseeland und Südafrika gelebt, kocht gerne und verbringt seine Freizeit unter anderem damit Firestaffs und Poys durch die Luft zu wirbeln. Das hat er dann auch John beigebracht. (Anmerkung von John: was für alle Parteien lustig war. Nach einer Weile konnte ich alleine üben und während des Lesens konnten sie anhand der Geräusche erraten, was ich mir gerade an den Kopf knallte)
Am Sonntag sind wir dann in die Stadt gefahren, haben auf einem Thai Markt gegessen und den letzten Tag in Australien genossen.
Und tja dann:

Auf nach Neuseeland!

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