Mittwoch, 24. November 2010

Franz Josef - Wanaka

Franz Josef ist ein kleiner Ort, noch nahe der Küste und nah an den Bergen. Und was noch viel interessanter ist, direkt neben einem von den zwei großen Gletschern in Neuseeland. Wer auf Wandern oder sogar Klettern steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Es gibt Ganztags- Halbtags- und sogar Helikoptertouren. 
Dumm nur, dass meine Mum nicht besonders sportlich ist und ich zu dem Zeitpunkt durch einen gezerrten Muskel im Bein gehandicaped bin. Timing ist eben alles. 

Wir bleiben aber eh nur eine Nacht, wieder in einem Backpacker mit kleinen, aber warmen Zimmern. Die Nachbarn sind auch nett, soweit ich weiß auch keine Franzosen darunter, nur eine Italienerin mit einem lustigen Akzent.
Am nächsten Tag werden wir in der Küche von zwei eifrigen Japanerinnen angesprochen. Yuriko und Sae kommen aus Sapphoro und haben die gleiche Route vor uns wie wir. Ihr nächstes Ziel ist dabei Wanaka, wovon wir noch gar nicht gehört haben. Da es aber auf dem Weg nach Queenstown liegt, welches unser nächstes Ziel sein sollte, beschließen wir einen Blick drauf zu werfen. Ab ins Auto und über weite Täler, an Bergen und am Meer vorbei.


Es kommen Panoramen, die einfach fotografiert werden müssen und so fahren wir links ran. Direkt neben einem großen Feld und damit direkt neben einer großen Rinderherde. 
Und mit einem Male richten sich 70 Augenpaare auf uns, als wären wir gerade vom Himmel gefallen. Das Interesse ist derartig groß, dass ich froh bin, dass ein einigermaßen fester Zaun zwischen uns und der Herde sind. Leicht irritiert mache ich noch ein Foto, winke zum Abschied und weiter geht’s.

  

Es wird häufig gesagt, dass die Südinsel Neuseelands die schönere der beiden ist und wenn man diesen Abschnitt der Strecke bei gutem Wetter erwischt, weiß man wieso. Tatsächlich waren wir allerdings überall in Neuseeland am staunen, wie facettenreich dieses kleine Land doch ist. Es braucht nicht einmal 10 Kilometer und es bietet einem einen komplett anderen Anblick. 
Oder um es mit den Worten meiner Mutter zu sagen: “Du wirst ja besoffen von der Landschaft.” Der Punkt geht an sie.




Nicht minder begeistert sind wir dann auch von Wanaka. Gelegen an einem stattlichen See hat dieses kleine Städtchen eine entspannte Atmosphäre. An Weiterfahren ist nicht mehr zu denken.
Also heißt es ein Hostel finden, was uns diesmal unser geliebtes Navi abnimmt. Und das macht es sogar gut. Wir landen im Mountain View Backpacker. Überschaubar, sauber und nette Leute.
Wir sind gerade dabei unsere Sachen auszupacken und uns einzugewöhnen, als ich zwei bekannte Stimmen höre. Ich gehe zur Rezeption um nachzuschauen und tatsächlich. Yuriko und Sae sind gerade dabei einzuchecken. Ein weiterer Blick nach draußen erklärt dann auch, wieso wir früher angekommen sind als sie. Die beiden hatten einen Autounfall.
In einer schlecht einzusehenden Kurve ist ihr Vordermann anscheinend überraschend stark auf die Bremse getreten und die beiden gleich hintendrauf. Das Auto hat es sichtlich mitgenommen aber zumindest den beiden geht es gut.Während sie die Versicherung kontaktieren gehen wir einkaufen und die Umgebung erkunden, ein kleiner Abstecher zum Tourismus-Information direkt am See. Hier kann wirklich wenig die Stimmung trüben.


1 Kommentar:

  1. geile Aussicht. Alta hier wirds grad endskalt. Echt schade,da es zumal nicht schneit. Wo leben wir nur?

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