Seit meinem letzten Blogeintrag hat sich ziemlich viel getan. Wir haben ehrlich gesagt wenig von den Sehenswürdigkeiten in Melbourne mitbekommen, dafür haben wir mittlerweile im Packen eine gewissen Routine.
Angekommen in einem großen, zentral gelegenen Hotel war der Plan möglichst kostengünstig Unterkunft
zu finden. Eine 6-Monate-Reise bezahlt man ja schließlich nicht eben aus dem Stehgreif und um das zu realisieren hatten wir uns kurz vor Beginn der Reise bei couchsurfing.org angemeldet. Das Prinzip ist simpel: Mitglieder können Leute aufnehmen oder bei Bedarf auf Reisen von anderen Mitgliedern aufgenommen werden.
Mit glühendem Enthusiasmus machten wir uns also ans Werk um festzustellen, das Melbournes Sofas komplett ausgebucht sind. Bis auf eine Einladung einer Natasha zum Dinner kam erstmal gar nichts. Um also nicht im Park schlafen zu müssen organisierten wir uns ein anderes, großes Hotel -diesmal am Arsch der Welt- und folgten der Einladung.
Was am Anfang als Wehrmutstropfen daher kam, erwies sich als Glücksgriff. Es folgten diverse weitere Einladungen die Alkohol, BBQ und unzählige nette Leute versprachen. Neben netten Gesprächen ergab sich dadurch allerdings auch unsere nächste Bleibe.
Paul -48, Couchsurfer und mit seiner Mütze verwachsen- nahm uns nicht nur auf, sondern zeigte uns auch fernab vom Touristentrubel einen netten Ort an dem man in mitten von Kängurukacke Golf spielen kann.
Das meine Mutter laut schnarcht störte auch niemanden, da Pauls Hunde lauter sind als die Metro.
Die Sehenswürdigkeiten ignorierend bin ich die meiste Zeit diversen Einladungen gefolgt und hab viele Leute kennengelernt und hab Musik, Kunst und horrende Mengen Rotwein genossen. Zugegebenermaßen schreib ich das hier mit nem ziemlichen Kater.
Wie dem auch sei. Vorgestern sind wir dann in ein Hostel umgezogen. The Elephant Backpaka könnte kaum
zentraler liegen und ist für meine Maßstäbe von Hostels durchaus okay. Interessantes Merkmal sind hier die Raumaufteilungen. Vom Prinzip ist zumindest unsere Etage so aufgebaut, dass in einen großen Raum Wände gestellt wurden, die aber nicht bis an die Decke reichen. Dadurch sind nachts natürlich vor allem die fluchenden Franzosen nebenan ein Genuss.
Naja, denke ich mir und schau rüber zu meiner Mum, in ca. 20 Minuten wird zurückgefeuert.
Den zweiten Teil dieses Eintrags schreibe ich noch einmal zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt. Da ich nicht immer Internet habe und manchmal nur sehr kurz, fallen diesmal zwei Blogeinträge zusammen. Entschuldigt den Zeitsprung, aber diese Zeilen schreibe ich in Sydney.
Nachdem wir die letzten Tage in Melbourne genutzt haben um uns die Great Ocean Road mit dem wohl
enthusiastischsten Busfahrer Australiens anzuschauen, haben wir den Flieger hierher genommen.
Hier möchte ich erwähnen, dass wer die Great Ocean Road wirklich sehen will, oder schlecht zu Fuß ist
sich ein Auto mieten sollte. Wir haben einen Tagesausflug genommen, weil wir wenig Zeit hatten und haben
uns geärgert, dass wir für manche Stationen nur 20 Minuten Zeit hatten. Vor allem als an einer Stelle eine Horde Papageien über eine Touristengruppe hergefallen ist.
Naja, man kann halt nicht alles haben.
Unterm Strich war Melbourne jedenfalls sehr schön. In der Stadt gibt es viel alte Architektur, diverse kleine Kirchen und einen Haufen netter Menschen. Wir haben Kängurus und Koalas gesehen, hatten Live-Musik
und ich war sogar auf eine Geburtstags-Fetisch-Party eingeladen. Was will man mehr?
In Sydney haben wir bis dato eigentlich noch gar nicht so viel erlebt, nur hatten wir bereits wieder einen
Hostelwechsel, da das erste ziemlich heruntergekommen war. Dafür wars recht zentral direkt neben dem
Rotlichtviertel.Wir haben uns jedenfalls Jeffrey geschnappt und sind ab an den Bondi Beach, den wir nun aus unserem Zimmer im 3. Stock genießen können. Noch dazu sind die Zimmer sauber und man kann sein Essen(Wein) mit aufs Dach nehmen.
Erwähnenswert ist dabei noch, dass Sydney sauteuer ist. Wenn man in Melbourne alles wichtige über den Tag verteilt besichtigen möchte, kauft man sich ein Ticket für 6,80 Dollar. In Sydney kostet eine Tageskarte dagegen 20 Dollar!
Dennoch kann Shoppen durchaus spaß machen, vor allem wenn im Schuhladen ein kleines Mädchen durch die Gegend läuft und fröhlich "I'm coming! I'm coming!" kreischt.
Die Mutter war davon nicht ganz so angetan. Hmm.
PS: in diesem Eintrag gibt es keine Bilder, wegen des langsamen Internets bei McDoof -keine Ahnung ob da gerade einer Pornos runterlädt oder wie auch immer. Ich werd sie aber nachliefern im nächsten Blog, damit ihr auch was zu gucken habt. Dann bekommt ihr die volle Packung, Heike als Tierbändiger, die Harbour Bridge, 8,25 Apostel und natürlich viele nette Menschen.
Haha. Auf so einen papageien hätte ich scho bock. Die leute die ich nicht mag werden zerhexelt. Krass dass Sydney so teuer ist. Wollte da eigentlich auch bald hin.
AntwortenLöschenFreu mich schon auf deine d5000 werke. Können wir vergleichen
Nimm Melbourne. Das ist zwar nicht ganz so warm und du hast kein Opera House aber es ist günstiger. Es gibt z.B. eine kostenlose Tram die immer ums Zentrum fährt. Und wenn du nicht zentral wohnst, aber noch in Zone 1 ist es für ne Tageskarte halt 6,80.
AntwortenLöschenAußerdem ist Melbourne die Musikerstadt, wenn das nichts ist!